Klaus Stange (links) machte auch als schwerkranker Mann kranken Kindern im Klinikum Hellersen Mut. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Gekämpft und doch verloren. Noch im Dezember vergangenen Jahres machte Reidemeister-Wirt Klaus Stange mit seiner Adventskalenderaktion kranken Kindern im Klinikum Hellersen Mut und beschenkte sie in einer beispiellosen Aktion. Da war er selbst schon schwer krank. Jetzt ist der stadtbekannte Kneipier im Alter von 59 Jahren gestorben.

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Klaus Stange hatte die beliebte Gaststätte an der Werdohler Straße am 16. Februar 1998 zusammen mit Silke Mühlhoff übernommen. Der Reidemeister beteiligte sich über die Jahre an vielen Aktionen in der Oberstadt und war Treffpunkt für zahlreiche Lüdenscheider.

„Im Juli 2017 bekam ich den Befund Lungenkrebs“, schrieb Klaus Stange, als er Ende Juni dieses Jahres bekannt gab, dass er die Gaststätte nicht weiterführen könne. Dass er da schon dem Tod so nahe war, wussten wohl nur ganz wenige. Viele vertrauten auf das Kämpferherz des kantigen und geradliniegen Mannes.

Klaus Stange hat viele Höhen und Tiefen erlebt in seinen Jobs als Koch und Metzger, als Mitarbeiter bei Hueck und Gastwirt – Treffen mit zahlreichen Promis eingeschlossen.

Seine Gäste schätzen vor allem seine laute, offene und herzliche Art, denn „hier werden alle gleich behandelt”. Was Stange jedoch selbst am meisten an seinem Job schätzte, war: „Ich liebe die Gesellschaft hier, und dass ich mit meiner Silke zusammenarbeiten kann“, sagte er vor einigen Jahren in einem Gespräch mit der Westfälischen Rundschau.

Mit seiner Lebensgefährtin Silke und ihren Kindern trauern viele Freunde um den Mann, der dem Krebs stets die Stirn geboten hat, ihn aber nicht besiegen konnte.

 

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