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Die Führungscrew der Schauerte-Autohäuser (von rechts) Florian Grob (Audi), Kai Sorgler und Sebastian Kray (Skoda) mit Tiemeyer-Vorstand Michael Evers vor der Halle, die zum eigenständigen Seat-Standort umgebaut worden ist Foto: Bernhard Schlütter


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Plettenberg. Das Autohaus Schauerte feiert am Samstag und Sonntag (11. und 12. Mai) die Eröffnung des neuen Seat-Standorts. Die Tiemeyer-Gruppe, zu der die vier Schauerte-Standorte im Lennetal seit 2017 gehören, stellte passend zu diesem Termin in dieser Woche ihre Jahresbilanz vor.

Neue Seat-Halle an der Bahnhofstraße

Am Schauerte-Stammsitz an der Bahnhofstraße 55 wurde eine Halle komplett umgebaut und modernisiert und dient nun als eigenständiger Handelsstandort der Marke Seat. Am 11. Mai von 9 bis 16 Uhr und am 12. Mai von 11 bis 16 Uhr wird die Eröffnung gefeiert. Dazu gehört ein Unterhaltungsprogramm u.a. mit Auftritten der Dancing Kids aus dem Oestertal, dem Kinderchor S(w)ingin’ Kids der Vocal Factory Plettenberg und DJ Marc Kiss. Während die Erwachsenen sich die Autos anschauen, können die Kinder sich auf der Hüpfburg austoben, sich schminken lassen oder den Bobbycar-Parcours bewältigen.

Tiemeyer-Gruppe mit 609 Millionen Umsatz

Michael Evers (Mitte, Vorstand Tiemeyer Automobile AG), Florian Grob (links, Schauerte-Betriebsleiter Audi) und Kai Sorgler (Schauerte-Betriebsleiter) stellten die Jahresbilanz 2017/2018 vor. Foto: Bernhard Schlütter

Michael Evers, neben Inhaber Heinz-Dieter Tiemeyer Vorstandsmitglied der Tiemeyer Automobile AG, präsentierte in dieser Woche vor Medienvertretern in Plettenberg die aktuellen Zahlen der Tiemeyer-Gruppe. Wie in den vergangenen Jahren habe das Unternehmen auch im Geschäftsjahr 2017/2018 eine Umsatzsteigerung verbuchen können und einen Jahresumsatz von 609 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sind 28 Millionen mehr als im Vorjahr. „Auch die Marktperformance im ersten Quartal 2019 war zufriedenstellend. Die Weichen für das weitere Wachstum sind damit gestellt“, erklärte Evers.



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“Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.”

Die Tiemeyer-Gruppe umfasst aktuell insgesamt 18 Autohäuser im Ruhrgebiet sowie die Schauerte-Autohäuser in Plettenberg, Werdohl und Finnentrop. Gruppenweit wurden im Geschäftsjahr 2017/2018 25.448 Fahrzeuge vermarktet, davon 9315 Neu- und 16.133 Gebrauchtwagen. Es wurden 140.198 Werkstattdurchgänge gezählt.

142 Mitarbeiter im Lennetal

Die Schauerte-Autohäuser verkauften 886 Neu- und 1422 Gebrauchtwagen und verbuchten 22.684 Werkstattdurchgänge. Daraus resultierte der Gesamtumsatz von 57 Millionen Euro. Tiemeyer beschäftigt in den Schauerte-Autohäusern 142 Mitarbeiter, davon 21 Auszubildende. „Das sind sieben Mitarbeiter mehr als bei der Übernahme im Jahr 2017“, so Evers. Gruppenweit sind es 1136 Mitarbeiter (176 Auszubildende).

Verträge für Nutzfahrzeuge gekündigt

Michael Evers berichtete, dass Tiemeyer die Verträge für VW-Nutzfahrzeuge an den Standorten Finnentrop und Werdohl gekündigt habe. „Die notwendigen Investitionen wären einfach zu hoch gewesen“, begründet er diese Entscheidung. Plettenberg bleibe aber Standort für Nutzfahrzeuge.

Digitalisierung und E-Mobilität

Die großen Herausforderungen für die nahe Zukunft seien die Digitalisierung und die E-Mobilität. Im Bereich der Digitalisierung sei Tiemeyer gut aufgestellt, meinte Evers. Mit einem Projektteam werde das Online-Marketing ausgebaut, um bundesweit Autos zu vermarkten. „Ziel ist es, im Jahr 2020 rund 500 KFZ online zu verkaufen.“

An der E-Mobilität wird bei Volkswagen gearbeitet. 2020 soll der ID auf den Markt kommen, das erste komplett eigenständig entwickelte E-Auto von VW. Bisher werden vorhandene Modelle mit E-Antrieb ausgestattet.

Diesel ist nicht tot

Der Diesel ist allen Skandal- und Negativmeldungen zum Trotz nicht tot. „Der Gesprächsbedarf der Kunden ist gestiegen, aber wir haben nicht weniger Dieselmodelle verkauft“, berichtete Schauerte-Betriebsleiter Kai Sorgler. Der Absatz an Geschäftskundensei sogar gestiegen. Audi-Betriebsleiter Florian Grob ergänzt: „Der Diesel bleibt der effizienteste Motor.“

Neues Logistikzentrum im Ruhrgebiet

Auf ihrem Expansionskurs benötigt die Tiemeyer-Gruppe mehr Platz für die Fahrzeuglogistik. Daher wurde Anfang 2019 der Bau eines eigenen Logistikzentrums auf einer 50.000 Quadratmeter umfassenden Fläche im Ruhrgebiet beschlossen. Per Pressemitteilung verkündet Heinz-Dieter Tiemeyer: „Stillstand nützt niemandem etwas. Es gilt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.“ Zur Weiterentwicklung der Standorte gehört auch die eigenständige Präsentation der aufstrebenden Marke Seat in Plettenberg.

Die modernisierte Halle an der Bahnhofstraße ist nun der Marke Seat vorbehalten. Foto: Bernhard Schlütter

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