Symbolbild

Neuenrade. (Update) Wie kommt eine sauerländische Kleinstadt bei der Suche nach Hausärztinnen und Hausärzten voran? Mit finanziellen Anreizen, lautet eine Antwort der CDU in Neuenrade. Die Christdemokraten wollen eine Prämie von 10.000 Euro zahlen, wenn sich eine Ärztin oder ein Arzt mit kassenärztlicher Zulassung in Neuenrade niederlässt. Ein entsprechender Antrag stand am Mittwoch, 24. Januar 2018 auf der Tagesordnung des Hauptausschusses. Er wurde bei zwei Enthaltungen angenommen.

Positive Resonanz auf CDU-Vorschlag “Prämienzahlung”

Positive Resonanz fand der Antrag bereits als er im Dezember 2017 vom stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Daniel Wingen im Rat eingebracht wurde. Come-on.de berichtete unter der Überschrift “Kopfprämie für Arztvermittlung stößt im Rat auf viel Zuspruch”. Jetzt stand die Beschlussfassung im Hauptausschuss an. Den kompletten Antrag finden interessierte Bürgerinnen und Bürger online in den öffentlichen Ratsinformationen zur Sitzung. Erläuterungen dazu stellt die Neuenrader CDU auch in ihrem Online-Infoflyer aus dem Dezember 2017 zur Verfügung.

FWG beantragt Online-Werbung

Aktive Online-Werbung schlägt die Freie Wählergemeinschaft (FWG) Neuenrade auf der Internetpräsenz der Stadt Neuenrade vor. Fraktionsvorsitzender Bernhard Peters hat am 22. Januar 2018 einen Antrag an den Rat auf den Weg gebracht. Titel: “Werbeoffensive auf der Internetseite der Stadt Neuenrade”. Zudem beantragt die FWG bei einer Werbeoffensive zusammen zu arbeiten – mit Nachbarstädten, Fachverbänden- und -gruppierungen sowie dem Märkischen Kreis. Zur Veranschaulichung verweist die FWG auf Aktivitäten der schwäbischen Gemeinde Wemding.

Bürgermeister Antonius Wiesemann kündigte im Hauptausschuss am 24. Januar an, dass bei der in Kürze anstehenden Erneuerung der städtischen Webseite dem Thema Rechnung getragen werde.

SPD regt Angebote für Ärztinnen an

SPD-Fraktionsvorsitzender Thomas Wette wies in der Sitzung darauf hin, dass es wahrscheinlich weiterer Aktivitäten bedürfe, um bei der Niederlassung neuer Ärztinnen und Ärzte voranzukommen. Dabei müsse der großen Gruppe von jungen Ärztinnen Rechnung getragen werden. Die würden oft ein Anstellungsverhältnis bevorzugen. Dafür brauche es lokale Lösungen. Auch das sei im CDU-Vorschlag berücksichtigt, wies Daniel Wingen darauf hin, dass im Antrag auch auf Halbtags-Lösungen eingegangen werde. Bürgermeister Wiesemann stellte mit Blick auf weitere Aktivitäten fest: “Wir sind für alles offen”.

Links zum Thema

Ratsinformationen zur Hauptausschussitzung

Antrag der CDU Fraktion im Ratsinformationssystem der Stadt

Online-Infoflyer der Neuenrader CDU

FWG-Hinweis auf Aktivitäten der schwäbischen Gemeinde Wemding

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