Bürgermeister Ulrich Schulte überreichte die Ehrenmedaille der Stadt an die Mitglieder der Theater-Nähgruppe: (von links) Bärbel Horstmann, Hannelore Wabnegg, Helga Lösenbeck-Schulte, Ulla Hester und Betty Pilsner. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Die Theater-Nähgruppe hat die Ehrenmedaille der Stadt Plettenberg verliehen bekommen. Bürgermeister Ulrich Schulte überreichte den fünf verblieben Damen der einstmals über 30 Mitglieder zählenden Gruppe am Mittwoch (1. September) die Medaille samt Urkunde für außerordentliche ehrenamtliche Verdienste.

Kostüme fürs Stadtjubiläum

Die Theater-Nähgruppe der Stadt Plettenberg hatte sich im Vorfeld des 600. Stadtjubiläums zusammengefunden, um für das großartige Theater-Spektakel im Jubiläumsjahr 1997 die Kostüme zu nähen. „33 Frauen waren wir damals“, erinnert sich Ulla Hester, die von Anfang an dabei war. Zusammen mit ihr empfingen Hannelore Wabnegg, Bärbel Horstmann, Helga Lösenbeck-Schulte und Betty Pilsner die Ehrenmedaille.

Ursprünglich sollte die Übergabe im feierlichen Rahmen des Neujahrsempfangs 2021 überreicht werden. „Der Empfang fiel wegen Corona aus und bis nächstes Jahr wollten wir nicht warten“, bedauerte Ulrich Schulte. Er hatte im Rathaus ein Fotoalbum vom Stadtjubiläum aufgetan, das viele Erinnerungen wachrief.

Bürgermeister Ulrich Schulte hatte im Rathaus ein Erinnerungsalbum ans 600. Stadtjubiläum aufgetan. Foto: Bernhard Schlütter

Auflösung nach Wasserschaden

Im vergangenen Jahr hatte sich die Theater-Nähgruppe nach fast 25 Jahren aufgelöst. Ein Wasserschaden in den von der Gruppe genutzten Räumen in der Zeppelinschule zerstörte einen Großteil des Kostümfundus’ und gab letztlich den Ausschlag für die Frauen, ihre ehrenamtliche Näharbeit einzustellen. In den Jahren nach dem Stadtjubiläum hatten sie die Kostüme nicht nur in Schuss gehalten, sondern weiterhin neue genäht. So wurden die Dreikönigssinger der St.-Laurentius-Gemeinde stilecht eingekleidet.

Durch den Verleih von Kostümen an Privatleute, aber auch anlässlich der Dorfjubiläen in Altenaffeln und Allendorf finanzierte sich die Nähgruppe nicht nur selbst, sondern konnte wiederholt für soziale Zwecke in Plettenberg spenden. Auch den mit der Ehrenmedaille verbundenen Geldpreis von 500 Euro spendeten die Frauen – und zwar an die drei Plettenberger Altenheime.

INFO

  • Die Stadt kann alle drei Jahre eine Medaille an eine natürliche oder juristische Person vorrangig für außerordentliche ehrenamtliche Verdienste in und für Plettenberg verleihen. Die Verleihung ist mit der Vergabe eines Geldpreises in Höhe von 500 Euro verbunden.
    Vorschläge müssen begründet und schriftlich vorgelegt werden.
  • Über die Ehrung entscheidet ein Gremium, das aus vier Personen besteht, die von den kulturellen, sportlichen, wirtschaftlichen und sozialen Verbänden in Plettenberg bestimmt werden. Weiterhin gehört dem Gremium ein von jeder Fraktion des Stadtrates benanntes Ratsmitglied an.
  • Die nächste Ehrenmedaille der Stadt Plettenberg wird frühestens im Jahr 2024 verliehen.

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