Foto: NGG

Lüdensheid. (PSL) Die Städte und Gemeinden im Märkischen Kreis dürfen sich angesichts weiter sinkender Infektionszahlen über weitere Lockerungen freuen: Ab Mittwoch, 16. Juni, gelten die Regelungen der Inzidenzstufe 1. Dann sind unter anderem deutlich mehr Kontakte, die Nutzung der Innengastronomie ohne vorherigen Corona-Test und auch Partys erlaubt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz des Märkischen Kreises lag am Montag den fünften Werktag hintereinander unter 35. Das bedeutet gemäß Corona-Schutzverordnung des Landes NRW weitere Lockerungen ab dem übernächsten Tag. Und: Auch der Wert für Nordrhein-Westfalen bewegt sich inzwischen stabil unter der 35er Marke, worduch weitere Einschränkungen entfallen bzw. verringert werden.

„Das ist auch für uns in Lüdenscheid eine tolle und immens wichtige Nachricht. Jetzt werden die Menschen für ihr Durchhaltevermögen in den vergangenen Monaten belohnt“, freut sich Sebastian Wagemeyer. Gleichzeitig appelliert Lüdenscheids Bürgermeister an die Bevölkerung, „weiterhin Vorsicht walten zu lassen, um das jetzt Erreichte nicht leichtfertig aufs Spiel zu setzen“.

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Die wichtigsten neuen Regelungen im Überblick:

Kontaktbeschränkungen (Treffen im öffentlichen Raum)

  • Beliebig viele Personen aus fünf Haushalten dürfen zusammenkommen.
  • bis zu 100 Personen aus bebliebig vielen Haushalten dürfen sich treffen, sofern sie ein offizielles Negativergebnis vorweisen können.
  • Vollständig geimpfte und genesene Personen werden nicht mitgerechnet.

Gastronomie

  • Weil auch die NRW-Inzidenz unter 35 liegt, ist die Testpflicht auch für Innenräume aufgehoben.
  • Alle Besucher müssen ihre Kontaktdaten angeben, um im Falle einer Corona-Ansteckung die Rückverfolgbarkeit gewährleisten und Infektionsketten zurückverfolgen zu können.

Einzelhandel, der nicht der Grundversorgung dient

  • In Baumärkten, Bekleidungsgeschäften, etc., die eine Fläche von mehr als 800 Quadratmetern aufweisen, ist ab sofort ebenfalls ein Kunde pro 10 qm zugelassen.

Sport

  • Außen und in geschlossenen Räumen ist Kontaktsport mit bis zu 100 Personen erlaubt. Die Rückverfolgbarkeit aller Sportler muss gewährleistet sein.
  • Auf Sportanlagen im Freien sind mehr als 1000 Zuschauer erlaubt, aber höchstens 33 Prozent der möglichen Kapazität.
  • In Sportstätten dürfen maximal 1000 Zuschauer das Geschehen auf Sitzplätzen verfolgen, aber höchstens 33 Prozent der Plätze belegt werden. Voraussetzung hierfür: Nachweis eines negativen Testergebnisses und ein Sitzplan nach „Schachbrettmuster“.
  • Zuschauer müssen ihre Kontaktdaten angeben, um im Falle einer Corona-Ansteckung die Rückverfolgbarkeit gewährleisten und Infektionsketten zurückverfolgen zu können.

Kultur

  • Außen und innen: Bis zu 1000 Besucher sind zugelassen, beispielsweise in Opernhäusern, Kinos und Theatern.
  • Gruppenführungen sind mit bis zu 20 Personen möglich.
  • Für Kulturveranstaltungen entfällt die Testpflicht, sofern der Mindestabstand zwischen den Sitzplätzen eingehalten werden kann.
  • Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern sind unter Auflagen (genehmigtes Hygienekonzept, Maximalbelegung ein Drittel der Sitzplätze) mit Test und unter Einhaltung einer Sitzplatzbelegung im Schachbrettsystem erlaubt.
  • Bei allen Veranstaltungen müssen die Kontaktdaten der Besucher erfasst und ein Sitzplan erstellt werden.

Musik

  • Musikunterricht und Proben, die nicht berufsmäßig stattfinden, sind in Innenräumen auch mit Gesang und Blasinstrumenten – abhängig von der Raumgröße – mit 30 Personen erlaubt. In Kirchen oder ähnlich großen Gebäuden dürfen auch bis zu 50 Menschen teilnehmen.
  • Die Räume müssen ständig durchlüftet sein.
  • Alle Teilnehmer müssen ein bestätigtes negatives Testergebnis vorweisen können.

Außerschulische Bildungsangebote

  • Auch in Innenräumen erlaubt.
  • Bei ausreichender Belüftung auch innen ohne Test möglich.
  • Am Sitzplatz gilt die Maskenpflicht nicht.

Kinder- und Jugendarbeit

  • Gruppenangebote sind in Räumen mit 30 und draußen mit 50 jungen Menschen erlaubt.
  • Die Testpflicht entfällt.
  • Die Kontaktdaten aller Teilnehmer müssen erfasst werden.

Freizeit

  • Freibäder, Kletterparks, Minigolf-Anlagen, Hochseilgärten und ähnliche Einrichtungen, die unter freiem Himmel betrieben werden: Die Testpflicht entfällt.
  • Schwimmbäder, Saunen, Indoorspielplätze, Kletterhallen, etc.: Die Nutzung ist mit Begrenzung der Personenzahl und Testpflicht möglich.
  • Clubs und Discotheken: Im Außenbereich dürfen maximal 100 Personen bewirtet werden, die allerdings bestätigte negative Testergebnisse vorweisen und ihre Kontaktdaten angeben müssen.

Private Veranstaltungen

  • Außen: Bis zu 100 Personen dürfen ohne Test zusammenkommen. Maximal 250 Menschen sind gestattet, wenn sie ein offizielles negatives Testergebnis vorweisen können.
  • Innen: Ohne Test dürfen maximal 50, mit Test 100 Menschen zusammenkommen.
  • Generell müssen alle Teilnehmer ihre Kontaktdaten angeben.

Partys

  • Außen: bis zu 100 Gäste
  • Innen: bis zu 50 Personen
  • Voraussetzung jeweils: bestätigte Negativtests und Erfassung der Kontaktdaten
  • Das Land NRW unterscheidet wie folgt zwischen einer Party und einer Feier: „Die Unterscheidung zwischen Party und normaler Feier – mit weniger Infektionsrisiken – richtet sich nach Infektionsschutzgesichtspunkten vor allem nach dem geplanten Verhalten der Gäste. Soll zu (lauter) Musik getanzt werden und sind daher viele enge Kontakte ohne Mindestabstand erwartbar, handelt es sich um eine Party, die ähnlich problematisch ist, wie der Besuch einer Disco o.ä. daher sind diese Veranstaltungen nur unter eingeschränkten Maßgaben zulässig.“

Tagungen, Sitzungen und Kongresse

  • Außen und innen mit bis zu 1000 Teilnehmern möglich, sofern bestätigte negative Testergebnisse vorliegen.

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