Die Untersuchung der Brücke läuft auf Hochtouren. Foto: Autobahn Westfalen

Lüdenscheid/Südwestfalen. Die Talbrücke Rahmede wird mit Hilfe einer Not-Verstärkung soweit wieder hergestellt, dass der Pkw-Verkehr die A45-Brücke wieder überfahren kann. „Angesichts der Schäden können wir die Brücke allerdings erst nach Abschluss dieser Verstärkungsmaßnahme wieder freigeben“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek.

„Um Lkw künftig an einer Überfahrt zu hindern, müssen wir parallel zu den Arbeiten an der Brücke eine Schrankenanlage auf der A45 zwischen Lüdenscheid-Nord und Lüdenscheid installieren.“ Die Arbeiten dauern voraussichtlich drei bis vier Monate.

Die 70 Meter hohe Talbrücke war in der vergangenen Woche kurzfristig voll gesperrt worden, nachdem bei einer Brückenkontrolle Schäden an der Stahlkonstruktion festgestellt worden waren. Seitdem untersuchen Experten das Bauwerk intensiver auf aktuelle Schäden. Mit Hilfe der bisher gewonnenen Erkenntnisse hat die Autobahn Westfalen – unterstützt von Stahlbauexperten, Statikern und Fachfirmen – ein Konzept entwickelt, wie die weitere Nutzung der Brücke bis zum geplanten Neubau aussehen kann.

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Hoffnung auf geringe Entlastung

Dabei ist deutlich geworden, dass das Bauwerk nicht mehr die ursprüngliche Tragfähigkeit erreichen wird. „Wir tun alles, um den Pkw-Verkehr wieder auf die Brücke zu bekommen und damit zumindest eine geringe Entlastung für die Region zu schaffen“, so Sauerwein-Braksiek.

In einer „Task Force Verkehr“ ist man gleichzeitig mit den Städten, dem Kreis, Straßen.NRW und den betroffenen Behörden im engen Austausch, um den Umleitungsverkehr für die Bauzeit und die Verkehrsführung für den Lkw-Verkehr ab dem Frühjahr abzustimmen. „Hier bieten wir als Autobahn Westfalen jede mögliche Unterstützung an“, sagt die Niederlassungs-Direktorin.

Bürgermeister Wagemeyer: Eine Katastrophe

Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer bewertete die neuesten Erkenntnisse am Abend des 8. Dezember so: „Ein solches Ergebnis der Untersuchungen war leider zu erwarten. Für Lüdenscheid und die Umgebung ist das eine Katastrophe. Ich fordere nun mit allem Nachdruck, dass die Stadt sämtliche Unterstützung von den zuständigen Behörden und vom Land NRW erhält, um schnell eine Lösung für Pendler, Anwohner und Unternehmen umzusetzen. Wir befinden uns weiter im engen Austausch mit Straßen.NRW und der Autobahn Westfalen, um die Übergangslösung so erträglich wie möglich zu gestalten.“

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