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ARD-Wettermann Sven Plöger sprach zu Klimafakten 2019. Die 60. Vortragsveranstaltung der Volksbank in Südwestfalen fand im Kaisergartensaal Neuenrade statt. Foto: tfft


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Volksbank-Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes berichtete von einem Rekord: Noch nie war eine Veranstaltung so schnell ausgebucht. Foto: tfft

Neuenrade/Südwestfalen. Sven Plöger – einer der bekanntesten Wetter-Moderatoren der Republik – ist am Montagabend zu Gast im Neuenrader Kaisergartensaal. Die Volksbank in Südwestfalen hat den Prominenten eingeladen. Eine Entscheidung, die vorab einen Rekord bescherte. “So schnell waren noch nie alle Plätze vergeben”, so Vorstandssprecher Karl-Michael Dommes bei der Begrüßung. Binnen einer Woche war der Plöger-Abend ausgebucht. Ein angenehmer Rekord bei der mittlerweile 60. Vortragsveranstaltung der Genossenschaftsbanker.

Das letzte zu kalte Jahr liegt 23 Jahre zurück

Diplom-Meteorologe Plöger lieferte Zahlen zum Klimawandel. Foto: tfft

Plöger hat unangenehme Rekorde im Gepäck. Wetterstatistiken, Daten aus vielen Dekaden. Sie belegen zweifelsfrei: Der Klimawandel ist im Gange. Noch etwas belegen die Daten: vieles ist Menschen gemacht. Dass CO2 die Atmosphäre erwärmt, ist dabei eine ziemlich alte Erkenntnis. “Das hat schon Arrhenius ausgerechnet”, berichtet der Diplom-Meteorologe beim Pressegespräch vor dem Vortragsabend. Der schwedische Physiker und Chemiker errechnete 1896 erstmals, wie sich der CO2-Anteil in der Atmosphäre auswirkt. Aktuell geht man bei einer Verdoppelung des CO2-Gehaltes von drei Grad Erwärmung aus. Wetterdaten stützen das. Plöger: “Vor 23 Jahren hatten wir das letzte Mal ein zu kaltes Jahr.”

“Diese Physik wird stattfinden, die Veränderung wird kommen”, so der Diplom-Meteorologe. Mit drastischen Folgen: zum Beispiel einem Anstieg der Meere in absehbarer Zeit und den damit verbundenen Überschwemmungen. In Bangladesch rechnet man bei einem Meeresanstieg von einem Meter mit 38 Millionen Flüchtlingen. Die Frage sei, so Plöger: “Wollen wir die Veränderung gestalten?” Das gehe, machte der gebürtige Rheinländer Mut: “Es ist nicht fünf nach zwölf, es ist fünf vor zwölf”. “Wir haben zwanzig Jahre Zeit, die gesteckten Ziele zu erreichen”, motiviert der ARD-Wettermann und fügt hinzu: “So langweilig der Satz klingt, aber es kommt auf jeden Einzelnen an.” Am Montagabend hat der Appell Erfolg. “Was können wir konkret im Alltag tun, um einen Beitrag zu leisten?”, lautet eine Frage aus dem Publikum.



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Einfache CO2-Einspartipps
– Beispielhafte Investitionen

Sven Plöger zeigte Wege auf, CO2-Emissionen zu reduzieren. Foto: tfft

Verzicht predigen will der Rheinländer nicht. Er gibt einfachste praktische Tipps: “Geräte ausschalten statt Standby” könne jede Menge CO2 sparen; “beim Kochen den Deckel auf dem Topf” auch. Sich Gedanken darüber zu machen, wann man das Fahrrad nehmen kann, ist ebenfalls eine Empfehlung.

Wer die Möglichkeit habe, in den eigenen vier Wänden zu investieren, könne einiges tun, berichtet Freiberufler Plöger von Aktivitäten im eigenen Heim. Solaranlage auf dem Dach, Wärmepumpe im Keller sind zwei der plögerschen Maßnahmen: “Seit 2013 heize ich quasi umsonst.”

Die Investitionen könne sich natürlich nicht jeder leisten, räumt der prominente Honorar-Gast ein. Ob diese Tatsache seine Gastgeber inspiriert hat, über genossenschaftliche Gemeinschaftslösungen nachzudenken, wenn das einzelne Portemonnaie fürs Investieren zu schmal ist, können die 400 anwesenden Genossenschaftsmitglieder ihre vier Genossenschaftsvorstände bei Gelegenheit ja mal fragen.

Diplom-Meteorologe, TV-Moderator, Buchautor und Vortragsredner Sven Plöger hat sich am Montagabend jedenfalls mental notiert: “Mehr praktische Tipps ins nächste Buch.”

Links zum Thema

Wikipedia-Eintrag Sven Plöger

Berichterstattung auf come-on.de

Veranstaltungsseite der Volksbank in Südwestfalen

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