TEILEN
Gordan Dudas ist entträuscht: Seine Vorschläge und die Hinweise aus der Bürgerschaft zur Straßenerhaltung wurden nicht aufgegriffen. Foto: Steffen Schulte-Lippern

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Enttäuscht zeigt sich der heimische Landtagsabgeordnete Gordan Dudas nach der Veröffentlichung des Landesstraßenerhaltungsprogramms 2020 durch die NRW-Landesregierung. „Kein Bürgervorschlag wurde in das aktuelle Programm zur Sanierung unserer Landesstraßen aufgenommen“, fasst Dudas die Planungen für den südlichen Märkischen Kreis in 2020 zusammen.

Dudas hatte im vergangenen Jahr Hinweise auf kaputte Straßen gesammelt und mehrere Vorschläge für eine Sanierung erhalten. “Natürlich habe ich mir auch persönlich ein Bild gemacht und dann mehrere Straßenabschnitte an den Minister geschickt mit der Bitte, diese für das Programm zu prüfen und zu berücksichtigen. Leider habe ich nach mittlerweile mehr als drei Monaten noch immer keine Antwort erhalten, auch meine Nachfrage blieb unbeantwortet“, kritisiert Dudas die mangelnde Kommunikation.

Neuauflagen und Ergänzungen

Zwar gebe es auch einzelne Projekte etwa im Bereich der L561 von Rummenohl nach Schalksmühle und zwischen Weiße Ahe und Hüinghausen. Manche Projekte seien aber auch lediglich Neuauflagen oder Ergänzungen der Maßnahmen aus den Vorjahren, weil sie noch nicht begonnen waren oder fertiggestellt werden konnten. Dennoch entstehe nun der Eindruck, dass es neue Maßnahmen seien.



Anzeige | Eigene Anzeige schalten



„Wir freuen uns über jeden Euro, der bei uns in der Region in die Straßenerhaltung fließt. Gerade wir als Wirtschaftsregion Nr. 1 in Nordrhein-Westfalen sind darauf angewiesen. Dass aber nun vornehmlich alte Maßnahmen aus dem Vorjahr fertiggestellt werden und die Vorschläge etwa für die L 528 in Kierspe im Bereich REWE, die L 694 zwischen Lengelscheid und Werkshagen und andere ganz konkrete Hinweise von den Bürgerinnen und Bürgern komplett außen vor bleiben, ist schon enttäuschend“, findet Dudas.

Südwestfalen nicht vernachlässigen

Zwar verstehe er die hohe Arbeitsbelastung des NRW-Verkehrsministers Hendrik Wüst aufgrund des Ärgers rund um den Billigstahl für die A1-Brücke bei Leverkusen. Dies dürfe aber nicht dazu führen, dass Regionen wie Südwestfalen vernachlässigt werden. „Wenn man Vorschläge schon nicht aufgreift, wäre zumindest eine kurze Erklärung angezeigt. Aber auch Nachfragen zu ignorieren und dann mit dem fertigen Programm alle vor vollendete Tatsachen zu stellen, finde ich nicht richtig. Selbstverständlich bleibe ich am Ball und werde mich weiterhin für die Straßen in unserer Region einsetzen“, so Dudas abschließend.

 

 

Wir brauchen Dich, um die Zukunft von TACH! zu sichern. Bitte mach mit! Unterstütze uns auf Steady

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here