Eine Gastkindergruppe beim Ausflug in den Dortmunder Zoo. Foto: kvt

Kierspe/Volmetal. Der Verein „Kinder von Tschernobyl“ sucht wieder Gasteltern für Mädchen und Jungen aus der Ukraine. Er erinnert daran, dass viele Menschen nach wie vor in der Ukraine in der belasteten Region um Tschernobyl mit hohen gesundheitlichen Risiken leben müssen – auch 32 Jahre nach dem Super-GAU.

Kinder sprechen gut auf Erholungsphasen an

„Es kann keine Entwarnung gegeben werden, was Erbschäden und Erkrankungen der Bevölkerung rund um den Unglücksreaktor betreffen. Besonders der kindliche Organismus ist der ständigen Strahlenbelastung nicht gewachsen, und viele von ihnen erkranken. Allerdings spricht ihr Organismus auch besonders gut an auf Erholungsphasen in unbelasteten Gebieten mit unbelasteter Nahrung“, heißt es in einem Schreiben des Vereins. Das sei der Grund, warum der Verein „Kinder von Tschernobyl e.V.“ jedes Jahr aufs Neue Gastfamilien suche, die ein oder auch zwei Kindern diesen so nötigen Erholungsaufenthalt bieten wollen.

Auszeit vom Strahlenstress

Es gehe also nicht darum, den Ferienkindern einen touristischen Urlaub zu bieten, sondern ihrem Körper eine Erholung zu gewähren von der allgegenwärtigen Strahlung in ihrer Heimat. Es gehe auch nicht darum, ihnen die Errungenschaften der westlichen Welt mit ihrem Konsumrausch nahe zu bringen. Sie sollen als „Familienmitglieder auf Zeit“ einfach mitlaufen in den deutschen Familien.

Wer möchte nicht eine solche Gastmutter zur Freundin haben? Foto: kvt

Die Kinder werden mit einem Fernbus von Kiew nach Dortmund kommen und dort werden sie mit einem hiesigen Busunternehmen abgeholt.

Leider ist der Verein nicht mehr in der Lage, im Märkischen Kreis eine durchgehende halbtägige Betreuung anzubieten. Diese erfolgt dagegen im Oberbergischen Kreis für die Kinder, die dort aufgenommen werden. Die Gastfamilien im Märkischen Kreis betreuen ihren Gast also ganztägig.

Kinder kommen am 8. Juli

Gastelternbetreuer stehen den gastgebenden Familien während der Aufenthaltsdauer der Gäste mit Rat und Tat zur Seite. Auch genügend Dolmetscher sind vorhanden um die Sprachbarriere zu überwinden.

Deshalb wendet der Verein sich an die Bürger mit der Bitte zu prüfen, ob sie einen oder auch zwei Gäste aufnehmen können.

Der Bus wird am Sonntag, 8. Juli, abends in Marienheide ankommen. Er holt die Gruppe am Samstag, 28. Juli, morgens dort wieder ab. Es sind also 21 Tage, an denen man einen Gast in seiner Familie hätte.

Mehr Infos bei Gisela Steinbach

Wer mehr dazu wissen möchte, kann Gisela Steinbach (02359/903173) anrufen. Eine spezielle Info-Veranstaltung wird es auch noch geben, zu der dann alle Gasteltern eingeladen werden. Auch auf der Homepage des Vereins mit der Adresse: http://www.kvt-kierspe.de/ kann jeder sich über die Erholungsaufenthalte der Kindergruppen in den vergangenen Jahren informieren und auch darüber, welche weiteren Aufgaben der Verein noch hat.

Für die Planung ist es sehr wichtig, frühzeitig zu wissen welche und wie viele Kinder der Verein einladen kann. Er muss dann die Kinder in Absprache mit den Gasteltern aussuchen, ihnen Pässe beschaffen und die Visafragen regeln. Dafür werden einige Monate gebraucht. Gisela Steinbach bittet daher um frühzeitige Meldung der Interessenten.

 

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