STL-Mitarbeiter haben 50 neue Schilder angebraht, die auf die Maskenpflicht hinweisen. Foto: Christoph Schubert

Lüdenscheid. (PSL) In Teilen der Lüdenscheider Innenstadt sowie im Bahnhofsumfeld und an der Kluse gilt wegen der anhaltenden Corona-Pandemie nach wie vor die Maskenpflicht. Darauf weisen zahlreiche Schilder hin, die allerdings immer wieder beschädigt oder abgerissen werden. Am Donnerstag, 20. Mai, hat der Stadtreinigungs-, Transport- und Baubetrieb Lüdenscheid (STL) knapp 50 neue Schilder angebracht – und hofft auf ein Ende des Vandalismus.

„Neue Schilder anfertigen und anbringen zu lassen, bindet nicht nur Personal, sondern kostet natürlich auch Zeit und Geld“, teilt der STL mit. Noch ärgerlicher sei das Fehlen von Hinweisschildern allerdings für Menschen, die nicht wissen, dass in den entsprechenden Bereichen die Maskenpflicht gilt und dann vom Ordnungsamt oder der Polizei kontrolliert und verwarnt werden. „Daher sollte schon allein aus Gründen der Rücksichtnahme und Fairness auf die Beschädigung oder Beseitigung von Hinweisschildern verzichtet werden“, appelliert der STL. Zumal die Schilder in drei Sprachen (Deutsch, Englisch und Arabisch) auf die Regelung hinweisen.

In den Schaukästen am Bahnhof sind seit Donnerstag zudem Aushänge zu finden, die auf die Maskenpflicht auf besonders belebten öffentlichen Straßen in der Innenstadt und in belebten Nebenzentren aufmerksam machen. Die per Allgemeinverfügung getroffene Regelung gilt noch bis einschließlich 31. Mai.

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Ob es dabei bleibt, entscheidet der Krisenstab der Stadt Lüdenscheid in der kommenden Woche (KW 21). Ein ausschlaggebender Faktor soll die Entwicklung der Sieben-Tage-Inzidenz des Märkischen Kreises und für Lüdenscheid sein.

Wo genau gilt die Maskenpflicht?

  • Rathausplatz
  • Sternplatz
  • Hochzeitsgärtchen
  • Rosengarten
  • Sterngasse
  • Altenaer Straße (im Bereich der Fußgängerzone)
  • Wilhelmstraße
  • Fußgängerunterführungen am Sauerfeld
  • Knapper Straße (von der Innenstadt bis zur Einmündung Lessing- bzw. Parkstraße)
  • Bahnhofstraße (ab der Einmündung Martin-Niemöller-Straße bis zur Kreuzung Körnerstraße/Lutherstraße)
  • Bahnhofsalle 1
  • Hermann-Reitz-Platz
  • Fußweg entlang des Kirchheim-Parkplatzes zwischen der Überquerungshilfe Martin-Niemöller-Straße/Rathausplatz bis zur Polizeiwache
  • Kluser Straße
  • Von der Kreuzung Werdohler Straße bis zum Netto-Markt (Worthstraße 12)

Warum und wann genau gilt in den genannten Bereichen die Maskenpflicht?

Weil es sich um öffentliche Straßen und Plätze handelt, auf denen regelmäßig besonders viele Menschen zusammenkommen und der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht immer eingehalten werden kann. Aus Gründen des Infektionsschutzes müssen Mund und Nase hier an sieben Tagen die Woche jeweils zwischen 8 und 20 Uhr bedeckt werden. Wer die Maske nicht oder nicht ordnungsgemäß trägt, also beispielsweise unter der Nase, muss mit einem Verwarn- oder Bußgeld rechnen.

Sind Essen, Trinken und Rauchen erlaubt?

Nein. Die Stadtverwaltung weist ausdrücklich darauf hin, dass Essen, Trinken und Rauchen in den Bereichen mit Maskenpflicht generell verboten sind. Auch das „E-Dampfen oder der Shisha-Konsum“ sind laut Allgemeinverfügung untersagt. Die Regelung zielt auch darauf ab, Ansammlungen von Personen zu verhindern, die – teilweise auch ohne Maske – dicht zusammenstehen.

Einzige Ausnahme: die Einnahme von Speisen oder Getränken aus dringenden medizinischen Gründen, zum Beispiel bei akuten Blutzucker- oder Kreislaufbeschwerden. Auch die Einnahme von Tabletten ist in einem dringenden Fall erlaubt.

Wer ist von der Maskenpflicht ausgenommen?

  • Kinder bis sechs Jahre
  • Personen, denen das Tragen einer Maske aus medizinischen Gründen nicht zuzumuten ist. Bei einer Kontrolle von Ordnungsamt oder Polizei muss aber ein ärztliches Attest vorgezeigt werden können.

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