Im Impfzentrum des Märkischen Kreises (Historische Schützenhalle in Lüdenscheid) sind in den ersten beiden Wochen mehr als 3.000 Erstimpfungen der Generation 80plus sowie 1.500 Erstimpfungen der höchsten Priorisierungsgruppe erfolgt. Foto: Alexander Bange/Märkischer Kreis

Märkischer Kreis. (pmk) Das Team des Impfzentrums Märkischer Kreis zieht eine positive Zwischenbilanz des heutigen (8.2.) ersten Tages der Schutzimpfungen für Menschen der Generation 80plus. Fast alle der 264 vereinbarten Termine wurden trotz der winterlichen Straßenverhältnisse eingehalten.

Helfer hatten am Montagmorgen die direkte Zuwegung zur Historischen Schützenhalle Loh in Lüdenscheid von Eis und Schnee geräumt. Das zuständige Logistikunternehmen lieferte den Impfstoff von Biontech & Pfizer auf Grund des Wetters zwar leicht verspätet, aber dennoch rechtzeitig. Das Team des Impfzentrums traf sich bereits zwei Stunden vor der ersten Schutzimpfung, um letzte Details abzustimmen.

Probedurchgänge machen sich bezahlt

In unzähligen Probedurchgängen waren die Abläufe vorher immer wieder geübt worden. “Das hat sich bezahlt gemacht, denn auch in der Praxis hat am ersten Tag alles reibungslos funktioniert”, berichtet Dr. Gregor Schmitz. Der ärztliche Leiter des Impfzentrums im Märkischen Kreis zog am Montag eine positive Bilanz vom ersten Tag: “Man kann dem Team und allen Beteiligten des Impfzentrums, aber auch den zu impfenden Menschen ein dickes Kompliment aussprechen: Es ist ruhig und besonnen verlaufen.”

Im Aufklärungsraum besteht die Möglichkeit, mit einem Arzt oder einer Ärztin zu sprechen und Fragen zur Corona-Schutzimpfung zu stellen. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

Im Impfzentrum der Historischen Schützenhalle Loh in Lüdenscheid sind zwölf Impfkabinen eingerichtet. Zum Impfstart am Montag wurden fast alle geplanten Impfungen in der Zeit zwischen 14 und 19.30 Uhr durchgeführt. Nur wenige Personen sind wetterbedingt nicht zum vereinbarten Termin erschienen. Schmitz: “Von den ersten 100 haben nur fünf abgesagt. Viele waren sogar weitaus früher da, als erforderlich. Sie hatten wohl Sorgen wegen des Wetters.” Wer nicht kommen konnte, kann am Dienstag zur gleichen Zeit ohne neue Terminvereinbarung zum Impfzentrum nach Lüdenscheid kommen. Die Geh- und Fahrwege rund um die Schützenhalle werden regelmäßig von Schnee und Eis geräumt.

Impfungen bald vormittags

Ab nächsten Montag (15.2.) wird auch vormittags geimpft. Durch die kurzfristige Zuteilung von knapp 3.000 Impfdosen von AstraZeneca können jetzt weitere Personen der höchsten Priorisierungsstufe (zum Beispiel ambulante Pflegedienste, Hozpizmitarbeiter oder Rettungsdienstpersonal) bis Ende Februar geimpft werden. Die Impfberechtigten bzw. ihre Arbeitgeber erhalten in den nächsten Tagen eine entsprechende Information vom Kreis oder direkt vom Impfzentrum. Die Terminbuchung erfolgt nicht über die von der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) betriebene Terminsoftware. Die Koordinierungseinheit hat hierfür zusammen mit dem Kreis eine eigene Terminsoftware freigeschaltet.

Hintergrund

Die Koordinierungsleitung des Impfzentrums Märkischer Kreis bringt die Bestellungen auf den Weg und führt die Impfungen anhand der vergebenen Termine durch. Auf die Reihenfolge der Impfungen hat der Kreis keinen Einfluss. Diese wird, ebenso wie die zu priorisierenden Personengruppen, in der Corona-Impfverordnung des Bundes festgelegt. Die Zuteilung der Impfdosen erfolgt durch das Gesundheitsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Kassenärztliche Vereinigung Westfalen-Lippe (KVWL) ist nach wie vor für die Terminvergabe zuständig (Telefon 0800 116 117 02) oder online 116117.de).

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