Start für den Denkhof im Wippermann-Kreativquartier. Foto: Wolfgang Teipel

Halver. Bürgermeister Michael Brosch ist schon heute stolz auf das künftige Wippermann Kreativquartier im Herzen Halvers. Ein Coworking-Space als Denkhof, die Stagehall als Ort der Kultur, ein Digitalhub als Beschleuniger für digitale Startups, neue Wohnformen und der Werkhof – das alles könnte im Rahmen der Regionale 2025 auf dem ehemaligen Firmengelände umgesetzt werden.

Kostenlos testen bis Ende Oktober

Derzeit läuft ein Test. Bis Ende Oktober können sich Interessenten im Coworking an der Frankfurter Straße einbuchen – kostenlos. Das PopUp von Coworkland soll über acht Wochen den Bedarf in der Region ermitteln. „Ein sympathisches Angebot“, sagte Bürgermister Michael Brosch bei einer Besichtigung in dieser Woche.



Bis zu zehn Menschen können zeitgleich in den Räumen des Gebäudes Frankfurter Straße 50 arbeiten. Es stehen zwei Einzelbüros (auch als Zweierbüro buchbar) und zwei Gruppenbüros mit jeweils bis zu vier Arbeitsplätzen zur Verfügung. Darüber hinaus bietet das Coworking in Halver einen Besprechungsraum und einen Community-Bereich mit Kaffeemaschine und allem, was die Coworker für ihre Pausen brauchen.

Teil eines Gruppenbüros. Foto: Wolfgang Teipel

Wer tatsächlich auf das neue Angebot anspringt ist noch offen. Die Zielgruppe könnte aus Soloselbstständigen, deprimierten Homeoffice-Beschäftigten, Unternehmen in der Gründungsphase oder Pendlern mit langen Arbeitswegen stehen.

Interesse von vielen Seiten

Pia Riegl-Bauer, die das PopUp zurzeit betreut, ist für alles offen und will sich überraschen lassen. Es sei schon von vielen Seiten Interesse signalisiert worden, berichtete Bürgermeister Michael Brosch. Jetzt müsse das Popup ans Laufen kommen.

Schlagwort “Work-Life-Blending”

Für Stadtplanerin Christine Loth, Inhaberin von Loth Städtebau und Stadtplanung ist das Coworking ein Zukunftsmodell. „Früher sprachen wir über Work-Life-Balance. Jetzt geht um Work-Life-Blending, die Vermischung von Arbeit und Leben“, sagt sie. Zahlen belegen diese Auffassung. Inzwischen existieren deutschlandweit 1268 Coworking-Räume, davon 140 im ländlichen Raum.

Wer das Coworking an der Frankfurter Straße testen möchte, kann sich an Kai Hellmann (Stadt Halver) wenden. Telefon 02353/73140, E-Mail: k.hellmann@halver.de

Ein Teil der Botschaften des Lüdenscheider Street Art-Künstlers Davis Pahl alias fuuchs und raabe auf der Fassade des Gebäudes. Foto: Wolfgang Teipel

Botschaften auf der Fassade

Übrigens hat das Coworking-Space schon einiges an Aufsehen erregt. Der Lüdenscheider Street-Art-Künstler Davis Pahl alias fuuchs und raabe hat das Gebäude an der Frankfurter Straße auf seine Art in Szene gesetzt. Auf der 35 Meter langen und fünf Meter hohen Fassade prangen unübersehbar seine Botschaften zum Thema Coworking.

 

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