Regen
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Menden. Starke Regenfälle sorgen immer wieder für Probleme: Straßen verwandeln sich in Flüsse, Keller laufen voll und es kommt zu teils erheblichen Schäden. Schnell werden nach Starkregen die Rufe nach den Zuständigkeiten, Aufgaben und Pflichten der Stadt laut.

Aber auch Grundstücks- und Immobilieneigentümer haben nicht nur Rechte, sondern auch Pflichten. Grundsätzlich ist in Menden die Stadtentwässerung Menden (SEM) für das Kanalnetz der zuständige Betreiber. Die SEM sorgt – als städtischer Betrieb – dafür, dass z.B. ca. 286 km öffentliche Abwasserkanäle (mit ca. 7.550 Schachtbauwerken, einschließlich diverser Sonder-Bauwerke, wie Pumpstationen, Staukanäle, Regenrückhaltebecken oder Düker) innerhalb der gesetzlichen Vorgaben baulich wie betrieblich unterhalten sowie rund 7.500 Straßeneinläufe innerhalb des Stadtgebietes von Menden gereinigt werden. Die Reinigung der Straßeneinläufe (umgangssprachlich auch „Gullys“ genannt) wird beispielsweise seit mehreren Jahren in regelmäßigen Intervallen durch externe Fremdunternehmen im Auftrag der SEM durchgeführt. So wird jeder „Gully“ flächendeckend mindestens zwei Mal im Jahr gereinigt (jeweils ein Mal pro Halbjahr).

An sogenannten Schwerpunktbereichen geschieht diese Reinigung alle sechs Wochen. Darüber hinaus gehende Reinigungen werden im Einzel- bzw. Bedarfsfall durch die MitarbeiterInnen des Mendener Baubetriebes (MBB) erledigt.
„Hier ist die SEM auch auf die Mithilfe der Bürgerinnen und Bürger angewiesen und wir bitten darum, uns mögliche Problembereiche zu melden. Die Liste dieser Schwerpunkte wird immer länger und ständig den Gegebenheiten angepasst“, so Michael Mathmann, Betriebsleiter der SEM.

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Aber auch Grundstückseigentümer haben begonnen, sich gegen entsprechende Niederschlagsereignisse abzusichern. Dies geschieht z.B. über den Einbau einer sogenannten Rückstausicherung innerhalb der privaten Grundstücksentwässerungsanlage. Somit wird verhindert, dass es bei größeren Regenereignissen zum Rückstau des Abwassers aus dem öffentlichen Abwasserkanal in den eigenen Keller kommt. Darüber hinaus sollte aber auch geprüft werden, ob bei möglichen Starkregenereignissen oberirdisch abfließendes Niederschlagswasser beispielsweise über Lichtschächte am Keller in das eigene Gebäude gelangen und dort Schäden anrichten kann.

„Vielen Mendenerinnen und Mendenern ist gar nicht bewusst, dass wir hierbei seitens des Gesetzgebers zur Beratung verpflichtet sind“, so Mathmann. Heißt: Die SEM berät Grundstücks- und Hausbesitzer kostenfrei zum Thema „Grundstücksentwässerung“. So lassen sich oft hohe aber auch unnötige – weil nicht zielführende – Aufwendungen vermeiden. Zum einen entstanden durch unseriöse Anbieter (Stichwort „Kanalhaie“), zum anderen aber auch entstanden durch die Beseitigung von Schäden, die z.B. durch den Einbau einer Rückstausicherung zu verhindern gewesen wären.

„Wer mit uns Kontakt aufnehmen möchte, kann dies unter der Telefonnummer 02373 903-1218 (Herr Allhoff / Email: h.allhoff@menden.de) tun. Zusätzlich unterhält die SEM auch einen Bereitschaftsdienst. Hier ist ein Seite 2 von 2 Ansprechpartner (0170 9926659) auch außerhalb der normalen Dienstzeiten (Wochenende, Feiertage) immer erreichbar. Diese Bereitschaftsnummer findet man auch auf der Internetseite der Stadt Menden sowie im Servicebereich (Notdienste) der Westfalenpost.“ Die Beratung findet in der Regel immer vor Ort auf dem jeweiligen Grundstück statt. Nur so kann eine individuell auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmte Beratung gewährleistet werden. „Generell gilt der Appell: Warten Sie nicht erst auf den nächsten Starkregen, sondern lassen Sie Ihre Grundstücksentwässerungsanlage regelmäßig auf Zustand und Funktion hin überprüfen und nehmen Sie unser Beratungsangebot an. Die SEM steht Ihnen für alle Fragen rund um das Thema „Grundstücksentwässerung“ zur verfügung.

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