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Die Teilnehmer aus dem Märkischen Kreis bei der JAV-BR-Tagung der nordrhein-westfälischen IG Metall in Willingen Foto: Fabian Ferber/IG Metall

Märkischer Kreis/Willingen. Von Donnerstag bis Freitag (7. und 8. Februar) versammelten sich rund 1.000 Betriebsräte und Jugend- und Auszubildendenvertreter (JAV) zur JAV-BR-Tagung der nordrhein-westfälischen IG Metall in Willingen.

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Die Tagung findet turnusmäßig alle zwei Jahre in Folge der Wahlen der Jugend- und Auszubildendenvertretungen statt. In diesem Jahr stand die Tagung unter dem Motto „Standards setzen“. Auf dem größten Kongress dieser Art im Tagungszentrum des Hotels Sauerland Stern ging es um die Themen Ausbildungsqualität, Rechte und Pflichten von Jugend- und Auszubildendenvertretungen, Digitalisierung sowie um Solidarität in Betrieb und Gesellschaft.

Mit rund 90 jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmern stellten die Vertreter aus dem Betreuungsbereich der IG Metall Märkischer Kreis mit Abstand die größte Delegation. Die Teilnehmer kamen aus allen Städten des Märkischen Kreises sowie aus der umliegenden Region. Sie wurden in drei Workshops durch die Referenten Manuel Bunge, Jacob Riemekasten, Shari Kowalewski, Tanju Yoldasoglu, Adem Bulut und Fabian Ferber betreut.



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„Insgesamt waren 36 Betriebe aus dem Märkischen Kreis vertreten, die in ihren Betrieben etwa 900 Auszubildende und Dual Studierende beschäftigen“, stellt Fabian Ferber, Jugendsekretär der IG Metall Märkischer Kreis, fest. „Es ist uns wichtig, die Interessensvertreter aus den Betrieben zu vernetzen und für Themen zu sensibilisieren. Betriebsräte sowie Jugend- und Auszubildendenvertretungen haben den gesetzlichen Auftrag, über die Einhaltung von Regeln und Gesetzen für Auszubildende zu wachen. Aber auch die Förderung von Integration oder Vorschläge für neue Ausbildungsmodelle gehören zum Beispiel zum Repertoire.“

Gudrun Gerhardt, Erste Bevollmächtigte der IG Metall, zeigte sich mit dem Ablauf und der großen Teilnehmerzahl aus dem Märkischen Kreis sehr zufrieden: „Wir erleben gerade in unserer Region, wie sehr sich die Arbeit und die Produktionsweise vieler Unternehmen transformiert. Da ist es wichtig, dass wir auch mit unseren Interessensvertretern schauen, wie auch die Durchführung und Qualität der Ausbildung in unserer Region in die Zukunft gebracht werden kann. Einige Regionen sind uns da schon etwas voraus, was die Integration von Digitalisierung in die gewerbliche Ausbildung betrifft. Da müssen wir ran.“

Gleichzeitig fordert Gerhardt die Politik auf, bei der Erneuerung des Berufsbildungsgesetzes Tempo zu machen: „Das CDU-geführte Bildungsministerium will nun eine Mindestausbildungsvergütung in Höhe von 504 Euro einführen. Aufgrund von Gerichtsentscheidungen liegt die in unseren Branchen schon deutlich höher. Und in den anderen Branchen haben die Auszubildenden einfach mehr verdient, als mit dem Schüler-BAföG gleichgesetzt zu werden. Wir brauchen einheitliche Regelungen für Verbundstudenten und Auszubildende im Gesetz. Und auch im Bereich der Digitalisierung ist mit dem Gesetz aus dem Jahr 1969 noch viel Luft nach oben.“

In den kommenden Monaten organisiert die IG Metall Märkischer Kreis sieben Wochenseminare für Jugend- und Auszubildendenvertretungen. Dort werden sie mit dem Betriebsverfassungsgesetz vertraut gemacht und lernen die Grundlagen von Gesetzen wie dem Jugendarbeitsschutzgesetz und dem Berufsbildungsgesetz kennen.

Quelle: Pressemitteilung der IG Metall Märkischer Kreis

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