Bild: Stadt Iserlohn

Iserlohn. Rund dreißig Schülerinnen und Schüler der Südschule und der Burgschule verbringen ihre Herbstferien im Wald und auf den Wiesen der Waldschule des Märkischen Kreises. Der Lernort Natur bietet den Kindern, die zumeist aus Syrien, Bulgarien, Kasachstan, Polen und der Türkei kommen, intensive und ganzheitliche Lernmöglichkeiten für ihre Zweitsprache Deutsch.

Der Wald und die Natur sind gerade in diesen Zeiten ein anregendes wie auch gesundes Lernfeld. Auf Empfehlung der jeweiligen Klassenlehrerin bekommen die Kinder eine Anmeldung für das Sprachcamp.

Für viele Kinder ist es ein Abenteuer, über einen so langen Zeitraum draußen zu sein und mit allen Sinnen die Natur zu erfahren. Sie bauen sich Waldsofas und „Wohnzimmer“, Hütten und Buden. Die neu gelernten Worte werden unter anderem in „Wörtergläsern“ gesammelt. Die Gruppenleiterinnen bieten zudem kleine Werkstätten und Stationen an. Dort basteln die Kids zum Beispiel Ferngläser, Waldgeister oder Waldharfen, führen sich „blind“ durch den Wald und erkunden kleinste Tiere in Becherlupen.  Ganz natürlich nehmen die Grundschülerinnen und Grundschüler auch Fühlung zum Wald und den Wiesen auf, in dem sie mit geschlossenen Augen den Waldboden, den Wind und die Geräusche wahrnehmen und benennen. Da das Singen ein Königsweg zum Spracherwerb ist, bietet das Team den Kindern ausreichend Möglichkeiten zum Singen und Lauschen von Camp-Liedern.

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Das Camp findet zum 10. Mal in Kooperation mit der Waldschule MK e.V. statt und wird wie immer hervorragend begleitet und unterstützt durch den Leiter Axel Dohmen und sein Team Leonard Danne, Luca Paroth, Bernd Karthaus, Nils Bonnermann und Samuel Schröder. Im grünen Klassenzimmer werden alle mit einem warmen Mittagessen durch Krug Catering aus Letmathe verköstigt.

Organisiert und fachlich begleitet wird das Sprachcamp von Jana Marek vom Ressort Generationen und Soziales der Stadt Iserlohn. Im eingespielten Team arbeiten Anne Bergfeld als Leiterin, Maria Gandul, Alin Geitmann-Rompza, Kathrin Jäger, Krista Krampe und Claudio Costa mit. Unterstützt werden sie von Layla El Mrabite, Jana Tiedemann, Laura Rotholz, Hatice Keskin, Sena Durdu die als Praktikantinnen vom Gymnasium Letmathe und dem MGI mitwirken.

Heute, 14. Oktober, endet das neuntägige Sprachcamp. Die Kinder erhalten ihre Urkunden und ihre Waldhefte. Damit haben sie dann ein „Dokument“ in der Hand, um das Erlebte zu erzählen und damit die Sprache weiter zu festigen.