Symbolfoto: Bernhard Schlütter

Lüdenscheid. Die Friedensgruppe Lüdenscheid wendet sich gegen die beantragte Aussetzung der Partnerschaft mit der russischen Partnerstadt Taganrog. Dazu erreichte die Redaktion folgender Leserbrief:

„Nach der Plakataktion „Städtepartnerschaften für den Frieden“ am Antikriegstag möchten wir unsere Gedanken zum CDU-Antrag zur Aussetzung der Städtepartnerschaft mit Taganrog erklären.

In Europa wurden nach dem 2. Weltkrieg Städtepartnerschaften als Zeichen der Völkerverständigung und des Friedens geschaffen. Seit 1991 besteht die Partnerschaft mit Taganrog. Unzählige Begegnungen, insbesondere zwischen Lüdenscheider und Taganroger Schulen bzw. Schülerinnen und Schüler, trugen zu Völkerverständigung und Frieden bei. Der Krieg der russischen Regierung unter Putin droht, all dies zunichte zu machen.

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Aber das Zerstörungswerk sollte nicht durch die Aussetzung der Städtepartnerschaft fortgesetzt werden, gerade zu einem Zeitpunkt, in dem die Kritik am russischen Krieg gegen die Ukraine von Prominenten und Bürgern Russlands immer lauter und stärker wird. Die Aussetzung der Städtepartnerschaft käme aus unserer Sicht einer Kapitulation vor den Kriegstreibern gleich. Halten wir die Tür offen, um den kritischen Stimmen auch in unserer Partnerstadt Taganrog den Rücken zu stärken!

Deshalb bitten wir alle Ratsmitglieder: Stimmen Sie der Aussetzung nicht zu!

Teilen Sie allen Akteurinnen und Akteuren, die diese Partnerschaft bisher mit Leben gefüllt haben, mit, dass deren Engagement fortleben muss und für die Zukunft in Frieden wichtig ist.

Für die Friedensgruppe

Martin Sander
Matthias Wagner
Bernd Benscheidt

Leserbriefe müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen. Sie stellen die Auffassung der Verfasserinnen und Verfasser dar.