Diese Muster für Mülleinhausungen stehen am Graf-Engelbert-Platz. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Die Stadtverwaltung schlägt dem Planungs- und Umweltausschuss (PLUA)(öffentliche Sitzung am Mittwoch, 16. Juni, um 17 Uhr im Ratssaal) vor, die Planungen für die Aufstellung einheitlicher Müllbehältereinhausungen in der Innenstadt einzustellen. Das Interesse der Bewohner der Innenstadt sei schlichtweg zu gering.

In der Sitzungsvorlage schreibt die Stadtverwaltung:

„Nachdem zunächst das auf Grundlage der Ausführungsplanung des Büros BBZ, Berlin von einem ortsansässigen Schlosser gefertigte Rohmuster im PLUA auf Ablehnung gestoßen war, wurde in der Folge durch BBZ, Berlin direkt die Fertigung eines Musters für die einheitlichen Müllbehältereinhausungen für die Innenstadt veranlasst. Parallel hat die Verwaltung ein Standardmodell als Alternative vorgeschlagen und auch hierzu ein Muster beschafft. Im Rahmen des letzten Planungsausschusses konnten sich die Mitglieder des PLUA beide Modelle anschauen. Anschließend wurden die Modelle in der Innenstadt aufgestellt, damit sich auch die Bürger einen Eindruck von den Alternativen verschaffen konnten. Sodann hat die Verwaltung in Abstimmung mit dem Innenstadtmanagement die Eigentümer der von der beabsichtigten Maßnahme betroffenen Grundstücke angeschrieben und um Wahl einer Alternative und Angabe der bisherigen Situation gebeten.

Das Ergebnis der Umfrage lässt sich wie folgt zusammenfassen:

  • Es wurden 37 Eigentümerinnen angeschrieben. Hiervon haben lediglich 9 geantwortet, obwohl dies schriftlich, per E-Mail, per Fax und auch telefonisch möglich war.
  • Eine Eigentümerin würde die Variante 1 (Modell BBZ) bevorzugen, eine Eigentümerin Variante 2 (Standardmodell), 7 Eigentümerinnen wollen die Müllbehälter außerhalb der neu gestalteten Flächen, meistens innerhalb der Häuser aufstellen.

Es ist festzuhalten, dass bei einer Beteiligung von lediglich 24% ein hohes Desinteresse an der Aufstellung von einheitlichen Müllbehältereinhausungen anzunehmen ist. Weiter wird deutlich, dass die große Mehrheit der Teilnehmer, nämlich 78% die Müllbehälter lieber im Haus oder außerhalb der neu gestalteten Flächen aufstellen wollen, als in Einhausungen.

Aus Sicht der Verwaltung soll der Weg der einheitlichen Müllbehältereinhausungen nicht weiter verfolgt werden. Es ist nicht zu erwarten, dass (…) ein durch die Grundstückseigentümer mitzutragendes Ergebnis erreicht werden kann. Die Verwaltung wird aber prüfen, unter welchen Voraussetzungen das Aufstellen der Müllbehälter auf den neu gestalteten Flächen untersagt werden kann.“

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