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BM-Kandidat Sebastian Wagemeyer will die Gebühren für die Stadtbücherei abschaffen. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. SPD-Bürgermeisterkandidat Sebastian Wagemeyer will Bücherei in Zeiten der Digitalisierung stärken und fordert Abschaffung der Nutzungsgebühren für alle Altersklassen. 

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Sebastian Wagemeyer hat in den ersten Stellungnahmen zu seiner Kandidatur erklärt, er wolle seine Heimatstadt Lüdenscheid als Ort für „Leben, Lernen, Arbeiten“ weiter entwickeln. Als wichtigen Ort für diese Fortentwicklung sieht er die Stadtbücherei. Wie er sich die künftige Arbeit der Stadtbücherei vorstellt, teilt er in der folgenden Stellungnahme mit:

Haus nach vorne gebracht

„Für mich ist es von hoher Bedeutung, dass eine Stadt ein umfangreiches Kultur- und Bildungsangebot bietet, das von allen Menschen genutzt werden kann. Die Angebote der Stadtbücherei sind ein wichtiger Bestandteil unserer Kultur- und Bildungslandschaft. In den letzten Jahren hat das Team um die Büchereileiterin Dagmar Plümer mit Unterstützung des Vereins der Freunde der Stadtbücherei das Haus nach vorne entwickelt.



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Richtiger Rahmen gesetzt

Die Einrichtung der digitalen Verbuchung, die Eröffnung eines Repair-Cafés, die Medienausstattung und auch die Angebote für Nutzer sozialer Medien seien hier als Beispiele genannt. Hierfür hat die Politik in den Haushaltsberatungen der vergangenen Jahre unter Federführung der SPD auch den richtigen Rahmen gesetzt. 

Die Herausforderungen für öffentliche Kultur- und Bildungsangebote werden durch die Digitalisierung von zwei Seiten begleitet: Auf der einen Seite ermöglichen digitale Angebote einen noch einfacheren Zugang für Nutzerinnen und Nutzer. Auf der anderen Seite stehen Stadtbüchereien immer stärker in Konkurrenz zu Flatrate-Angeboten von Tech-Konzernen wie Amazon oder Netflix.

Neue Modelle ausweiten

Hier wird es künftig darum gehen, Modelle wie die „Onleihe“ auszuweiten und möglicherweise in Zweckverbänden öffentlicher Büchereien gemeinsame digitale Angebote auf der Höhe der Zeit anzubieten. Es ist Aufgabe öffentlicher Daseinsvorsorge, die vielfältige Verfügbarkeit von Medien zu gewährleisten. Eine Abhängigkeit von Tech-Konzernen, die bestimmen können, welche Angebote zum Flatrate-Tarif abrufbar sind und welche nicht, dürfen wir nicht riskieren.  

Der Zugang zu Kultur und Bildung muss frei sein

Für mich ist klar: Der Zugang zu Kultur und Bildung muss frei sein. Deswegen fordere ich die Abschaffung der Nutzungsgebühren für die Stadtbücherei für alle Altersklassen. Für Kinder ist es wichtig, die Bücherei als Ort zu erleben, der ihnen Abenteuer, Leben und Wissen näher bringt. Die gute Zusammenarbeit mit Schulen und Kindertagesstätten muss deswegen weiterhin gepflegt werden. Aber auch die ältere Generation soll die Bücherei als offenen Ort erleben können, der zum Schmökern, Lesen und Weiterbilden einlädt.“

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