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Dr. Ralf Blank (Fachdienstleiter Geschichte und Leiter Stadtarchiv) Widbert Felka (Vorsitzender des Hohenlimburger Heimatvereins), Dr. Ralf Springer (LWL-Medienzentrum) und Andreas Korthals (Stadtarchiv) freuen sich über die im Stadtarchiv gefundenen Filmschätze. Foto: Maximilian Gerhard/Stadt Hagen

Hagen. Bewegte Bilder sind für jedes Archiv ein großer Schatz. Mehr noch als Fotos geben Filme einen Einblick in eine vergangene Zeit. Allerdings sind diese Zeugnisse der Vergangenheit auch sehr empfindlich, mitunter sogar gefährlich. Im Stadtarchiv Hagen hat sich glücklicherweise eine große Anzahl von historischen Filmen aus der Hagener Geschichte erhalten.

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Daher ist das Stadtarchiv froh, mit dem LWL-Medienzentrum für Westfalen einen kompetenten Partner gefunden zu haben, der sich bestens im Umgang mit alten Filmen auskennt und mit dessen Hilfe nun nach und nach die lange vergessenen Filmschätze gehoben und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden können.

Dreifacher Auftrag

Das LWL-Medienzentrum für Westfalen in Münster ist eine öffentliche Bildungs- und Kultureinrichtung in Trägerschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe und eines von zwei Landesmedienzentren in Nordrhein-Westfalen.



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1928 als “Landesbildstelle” gegründet, hat das LWL-Medienzentrum für Westfalen – wie es seit 2006 heißt – heute einen dreifachen Auftrag: Die Förderung des Lernens mit und über Medien in Schule und außerschulischer Bildung, die mediengestützte Dokumentation und Vermittlung von Geschichte und Gegenwart Westfalens und die Sicherung der fotografischen, filmischen und tonlichen Überlieferung Westfalens in einem Bild-, Film- und Tonarchiv.

Produktionen machen Westfalen erlebbar

Zu seinen besonderen Aufgaben gehört die mediengestützte Vermittlung des Landesteils Westfalen in die schulische und außerschulische Bildungsarbeit. Filme, Fotodokumentationen, Hörbücher und Multimedia-Produktionen machen die Geschichte und Gegenwart Westfalens erlebbar. In einem hauseigenen Studio werden die Aufnahmen zu Bildungsmedien weiterverarbeitet, in einem Archiv historische Film- und Fotoschätze der Region gesammelt.

Der Ausgangspunkt der Kooperation mit dem LWL-Medienzentrum liegt unter anderem im Jahre 1930 in Hohenlimburg. Die Stadt Hohenlimburg hatte beschlossen, im Jahr 1930 ihr vermeintlich 700-jähriges Jubiläum zu feiern. Zu diesem Anlass wurde ein mehrtägiges Fest mit einem gigantischen Aufwand abgehalten, das auch filmisch festgehalten wurde. Es wurden zahlreiche historische Gruppen in einem Festzug präsentiert, die Szenen aus der Hohenlimburger Geschichte darstellten. Dies reichte von der Antike bis ins 19. Jahrhundert.

Film von 1930

Der aus diesem Anlass 1930 gedrehte Film war ein 35mm Nitrofilm und hatte eine Laufzeit von rund 52 Minuten. Gezeigt wurden Ansichten von Hohenlimburg, die Vorbereitung des Festes, der große Festzug und die überall in der Stadt stattfindenden Feiern. Der Originalfilm, der 1974 mit der Eingemeindung der Stadt Hohenlimburg in den Besitz des Hagener Stadtarchivs gelangte, stellte einen großen historischen Schatz dar, war allerdings auch nicht ganz ungefährlich. Der für die Aufnahmen benutzte Zelluloidfilm gilt als sehr leicht entzündlich.

Aus diesem Grund wurde der Originalfilm bereits Ende der 1990er Jahre vom LWL-Medienarchiv kopiert und das gefährliche Original vernichtet. Nun steht im Jahre 2020 wieder ein wichtiges Jubiläum an, der Verein für Orts- und Heimatkunde Hohenlimburg wird 90 Jahre. Dieses Jubiläum ist nun zum Anlass genommen worden, zwischen dem LWL-Medienzentrum, dem Stadtarchiv Hagen und dem Verein für Orts- und Heimatkunde eine Kooperation zu schließen. Inhalt dieser Kooperation ist es unter anderem, den Film zur 700-Jahr-Feier von Hohenlimburg einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Weiterhin sollen nach und nach weitere Filme aus dem Stadtarchiv veröffentlicht werden.

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