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Terragon
So könnte die "Seniorenresidenz Wilhelmstraße 2" aussehen (Ansicht vom Sternplatz aus). Grafik: Stephan Höhne Gesellschaft von Architekten mbH

Lüdenscheid. (PSL) Während der Corona-Pandemie laufen die Planungen für den Abriss des Peek&Cloppenburg-Gebäudes und die darauffolgende Errichtung eines Wohn- und Geschäftskomplexes weiter. Die Stadt Lüdenscheid und der Investor, die Terragon AG aus Berlin, arbeiten derzeit an Lösungen für zentrale und äußerst komplexe Problemstellungen. Martin Bärwolf, Fachbereichsleiter Planen und Bauen der Stadtverwaltung, lobt das “sehr gute Arbeitsklima”.

Projekt im Juni vorgestellt

Im Juni stellte die Terragon AG die Pläne für das Grundstück an der Ecke Wilhelmstraße/Sternplatz vor: Nach dem Abriss des seit rund sieben Jahren leerstehenden P&C-Gebäudes soll hier eine Immobilie entstehen, die zum einen Platz bieten soll für Dienstleistung, Gastronomie und Einzelhandel. Zum anderen sollen bis zu 150 hochwertige Wohnungen für Senioren entstehen – diverse Dienstleistungen, die individuell gebucht werden können, inklusive. Die Planungen sehen auch den Bau einer Tiefgarage vor.

Gespräche “auf gutem Weg”

Mehrere Videokonferenzen und ein Termin des Baukulturbeirates hätten seit der Vorstellung der Pläne im Sommer stattgefunden, sagt Bärwolf. Die Gespräche seien “auf einem guten Weg” und hätten sich vor allem um diverse Knackpunkte gedreht.

Bärwolf: “Gewaltige Herausforderung”

Ein wesentlicher davon: der Abriss des Gebäudes. “Das ist allein schon durch die Lage mitten in der Innenstadt, also in direkter Nachbarschaft zu anderen Gebäuden, eine gewaltige Herausforderung”, so Bärwolf. Dadurch entstehe eine riesige Baustelle inmitten der City – über einen längeren Zeitraum.

Das wiederum könnte sich mit den umfangreichen Arbeiten zur Neugestaltung der Innenstadt und der Wilhelmstraße überschneiden, die 2021 bzw. 2022 beginnen sollen. “Das wird eine große Belastung für die Bürgerinnen und Bürger sowie den Einzelhandel und die Gastronomie werden”, sagt Bärwolf. Fest steht: Die geplante Umgestaltung der Innenstadt lässt sich zeitlich nicht verschieben, weil das Vorhaben finanziell gefördert wird – und die Stadt damit Fristen einhalten muss.

Verkehrliche Erschließung ein Knackpunkt

Ein weiterer Knackpunkt: die verkehrliche Erschließung des geplanten Wohn- und Geschäftskomplexes. Die Zufahrt müsste durch die Fußgängerzone führen – und damit auch über den Bereich der Bushaltestellen, in dem täglich bis zu 25.000 ÖPNV-Nutzer ein- und aussteigen. Eine Zufahrt zu schaffen, sei allerdings alternativlos, betont der Fachbereichsleiter Planen und Bauen.

Großer Zuspruch in Lüdenscheid

Lieferanten, Händler und Gastronomen, aber auch Dienstleister müssten das neue Gebäude anfahren können, in dem unter anderem eine Tagespflege-Einrichtung für Senioren untergebracht werden soll. Außerdem müssten eine Ein- und Ausfahrt für die geplante Tiefgarage geschaffen werden, so Bärwolf weiter.

Wegen der schwierigen Gemengelage sei es umso wichtiger, dass die Stadt mit der Terragon AG einen verlässlichen Investor gefunden habe. Bärwolf lobte neben der guten Kooperation auch die Professionalität und Kreativität der Berliner. Und er freut sich über die positiven Signale aus der Bevölkerung und von den Händlern in der Innenstadt: “Alle, mit denen ich gesprochen habe, sind sich einig: Das ist ein Superprojekt für Lüdenscheid.”

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