Der Verein SoKo Respekt e. V. macht sich für Einsatzkräfte im Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeidienst stark. Foto: SoKo Respekt

Neuenrade. Notiz aus einem Bericht der Neuenrader Feuerwehr vom 9. März: “Erneut rückten die First Responder aus, dieses Mal zu einem akuten Notfall in der Hönnestraße. Während der Patient durch unsere Kräfte und den Rettungsdienst versorgt wurde, fotografierte eine nebenstehende Person das Geschehen. Nachdem der Patient versorgt war, wurde die Polizei hinzugezogen und nahm eine Strafanzeige auf.”

Dieser und ähnliche Vorfälle zeigen, dass der Respekt vor Einsatzkräften im Feuerwehr-, Rettungs- und Polizeidienst immer weiter schwindet. Dem möchte der Verein SoKo Respekt e. V. entgegenwirken. Er möchte sich für alle Einsatzkräfte stark machen, ihnen eine Stimme geben und die Gesellschaft wieder zu einem respektvolleren und wertschätzendem Umgang miteinander bewegen.

Die Vereinsmitglieder, bestehend aus Einsatz- und Rettungskräften, aber auch Jung und Alt aus nicht-betroffenen Berufsgruppen, leisten an vielen Orten und Veranstaltungen Aufklärungs- und Präventionsarbeit. Sie besuchen unter anderem Schulen, treten auf öffentlichen Veranstaltungen auf, halten Vorträge und kommen mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch.

Ziel dieser Arbeit ist es, die Gesellschaft auf das Problem des mangelnden Respekts gegenüber Einsatzkräften aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren. Die Bevölkerung soll Hilfestellungen und Handlungsalternativen aufgezeigt bekommen, wie sie sich in Notsituationen korrekt verhalten kann.

Diese Arbeit möchte die SPD Neuenrade unterstützen. Deshalb hat sie einen Antrag an den Rat der Stadt gestellt. Danach soll die Stadt dem ehrenamtlich arbeitetenden Verein „SoKo Respekt e.V.“ beitreten. Die gemeinnützige Arbeit soll mit einer jährlichen Spende in Höhe von 250 Euro unterstützt werden. Außerdem soll der Verein die  Möglichkeit erhalten, bei großen Veranstaltungen in Neuenrade kostenlos mit seinem Infostand teilzunehmen.

Die Neuenrader Sozialdemokraten begründen den Antrag wie folgt: Der Verein „SoKo Respekt e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein. Sein Zweck ist es, die Öffentlichkeit für den respektvollen Umgang mit Rettungs- und Einsatzkräften sowie sonstigen Personen, die für gemeinnützige Zwecke im Sinne des § 52 AO tätig sind, zu sensibilisieren. Ferner soll die Bevölkerung auf die Gefahren, die durch Behinderungen an Unglücksstellen durch Unbeteiligte entstehen, aufgeklärt werden. Ziel ist es auch, auf den Schutz der Privatsphäre von Einsatzkräften sowie Opfern von Unfällen, Unglücken etc. aufmerksam zu machen. Das soll durch Aufklärungs- und Präventionskampagnen sowie durch gezieltes Ansprechen bestimmter Zielgruppen erreicht werden.

„Soko Respekt e.V.“ verfügt mittlerweile über einen Infostand, der bei Veranstaltungen den respektvollen Umgang mit Einsatzkräften verdeutlicht. Auch auf die Gefahren, die durch das sogenannte „Gaffen“ für die Einsatzkräfte entstehen, wird aufmerksam gemacht.

Inzwischen sind bereits über 20 Städte und Gemeinden aus ganz Deutschland dem Verein beigetreten und unterstreichen so den Respekt für ihre Einsatzkräfte. Unter anderem sind dies die Städte Menden, Plettenberg und Werdohl.

Wir sehen in einem Beitritt der Stadt Neuenrade und der damit verbundenen regelmäßigen Information der Bevölkerung ein nach außen sichtbares Zeichen. Bürgermeister, Verwaltung und Rat machen damit öffentlich deutlich, dass sie geschlossen hinter den von ihnen eingesetzten Kräften stehen und den respektvollen Umgang mit ihnen und ihrer gemeinnützigen Arbeit aktiv einfordern.

Die Mitgliedschaft im Verein „SoKo Respekt e.V.“ ist kostenlos. Weitere Informationen kann man unter www.mehrrespekt.de einsehen.

Alle, die sich ausführlich über SoKo Respekt e. V. informieren möchten, lädt die neuenrader SPD am Donnerstag, 18. März, zu einer Zoom-Konferenz ein. Sie beginnt um 19 Uhr unter dem Titel “Ist euer Selfie mein Leben wert?” Zugang erhalten Interessenten über info@spd-neuenrade.de

 

 

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