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Begrüßung der beiden Artenschutzbeauftragten an der Biologischen Station (v.l.): Fabian Gärtner (Artenschutzbeauftragter), Antonius Warmeling (BUND, 1. Vorsitzender), Oberbürgermeister Erik O. Schulz, Martin Schultz (Artenschutzbeauftragter), Ralf Blauscheck (Biologische Station) und Kai Gockel (Abteilungsleiter Untere Naturschutzbehörde) Foto: Stadt Hagen/ Franziska Michels

Hagen. Wie kann man die Tier- und Pflanzenarten im Hagener Stadtgebiet bestmöglich schützen? Dieser und vielen weiteren Fragen rund um die nachhaltige Umsetzung von Artenschutz stellen sich die ersten Hagener Artenschutzbeauftragen Fabian Gärtner und Martin Schultz.

Am heutigen Freitag hat OB Erik O. Schulz die beiden neuen Mitarbeiter persönlich begrüßt und sich gemeinsam über deren neuen Arbeitsplatz ausgetauscht. Der rapide Rückgang in der Insektenfauna ist ein bekanntes Problem. Mit der neu geschaffenen Stelle, möchte die Stadt Hagen dem Artensterben entgegenwirken.

Die erste Aufgabe der neuen Mitarbeiter ist die Erstellung eines Geoinformationssystems, in dem aktuelle und historische Kartierungen von Flora und Fauna in Hagen erfasst werden. Dabei greifen sie auf digitale Erfassungssysteme diverser Fachkreise zurück, werten aber auch Gutachten und Kartierungen aus der Vergangenheit aus. Auf Basis dieses Informationssystems erhalten sie einen systematischen Überblick, welche Arten im Hagener Stadtgebiet wann und wo vorkamen beziehungsweise aktuell vorkommen. Das Informationssystem ist ein wertvolles Werkzeug zum rechtssicheren Vollzug des Artenschutzes und liefert wichtige Grundlagen für städtische Planungen.



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Durch das Wissen werden Verschiebungen der Artenvielfalt schnell erkannt und es besteht die Hoffnung, negativen Tendenzen fachlich fundiert entgegenwirken zu können. In einem zweiten Schritt werden Fabian Gärtner und Martin Schultz eine Artenschutz- und Biodiversitätsstrategie für die Stadt Hagen aufstellen.

Anschließend stellen sie Förderanträge zur Umsetzung dieser Strategie, die idealerweise gleichzeitig die möglichst langfristige anteilige Finanzierung der Stelle der Artenschutzbeauftragten ermöglicht. Die Stelle in der Biologischen Station ist auf zwei Jahre befristet. Fabian Gärtner und Martin Schultz teilen sich die neue Aufgabe zu jeweils 50 Prozent.

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