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Die Stadt Kierspe unterstützt das Projekt „Scheuerpfähle fürs Volmetal“. Regina Semeraro (re.) hatte zum Gespräch mit dem Kunstverein VAKT für die möglichen Standorte der Kunstobjekte fünf Vorschläge „im Gepäck“, über die schnell Einigkeit erzielt werden konnte.Foto: VAKT/Rüdiger Kahlke

Halver/Kierspe. Der Kunstverein VAKT intensiviert seine Planung für das Projekt „Scheuerpfähle für das Volmetal“. Mit im Boot ist die Stadt Kierspe. Nachdem Bürgermeister Frank Emde schon bei Vorstellung des Projektes im Frühjahr 2019 Unterstützung in Aussicht gestellt hatte, kam Regina Semeraro, im Rathaus für Kultur und Tourismus zuständig, mit konkreten Vorschlägen zum Planungstreffen ins VAKT-Domizil nach Halver.

Sie hatte gleich mehrere Standorte für die Scheuerpfähle, die an markanten Punkten auf Besonderheiten der Standorte oder der Region hinweisen und als Landmarken auch touristische und künstlerische Anlaufstellen sein sollen, auf ihrer Liste. Die deckten sich weitgehend mit Vorüberlegungen, die die VAKT-Planungsgruppe bereits angestellt hatte. Andere waren neu, aber gut begründet.

Überwiegend städtische Grundstücke

Als mögliche Standorte gelten der VolmeFreizeitPark an der Volme im oberen Randbereich (Nähe Bahn), der Wienhagener Turm und der Schleiper Hammer. Die Stadt Kierspe hatte bei den Vorschlägen auch Rönsahl „auf dem Schirm“. Danach könnten Scheuerpfähle an der Meienbornstraße (Nähe Spielplatz und Panoramaweg Bergisches Land) sowie am Strandbad aufgestellt werden. „Wir können uns mit den von der Stadt Kierspe vorgeschlagenen Standorten anfreunden“, zog VAKT-Vorsitzende Karin Schloten-Walther eine positive Bilanz des Gesprächs. „Vorteilhaft ist es, dass es sich dabei, bis auf das Grundstück am Strandbad, um städtische Grundstücke handelt.“



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Schon bald Auswahl der Entwürfe

In dem konstruktiven, einstündigen Austausch vereinbarten der Kunstverein und Regina Semeraro in Kontakt zu bleiben und zeitnah eine Festlegung zu treffen. Dabei könnten auch schon Entwürfe ausgewählt werden, die zu den Standorten passen. Nach Realisierung des Projektes werden die Scheuerpfähle im Rahmen der Verkehrssicherungspflicht regelmäßig durch die Stadt Kierspe kontrolliert.

Hoffnung auf gute Gespräche mit Meinerzhagen

Nach der Stadt Halver und der Gemeinde Schalksmühle ist Kierspe die dritte Kommune „Oben an der Volme“, die das Projekt unterstützt. Karin Schloten-Walther: „Wir hoffen auch in dem anstehenden Gespräch mit Meinerzhagen zu einer guten und einvernehmlichen Lösung zu kommen.“

Förderung durch das Heimatministerium

Das interkommunale Kulturprojekt hatte auch im NRW-Ministerium für Heimat und Kommunales für Aufsehen gesorgt. Zur Übergabe des Förderbescheids von gut 49.000 Euro war Heimatministerin Ina Scharrenbach (CDU) am Samstag vor Weihnachten selbst nach Halver gekommen. Dabei lobte die Ministerin das Vorhaben als interkommunale Gemeinschaftsaktion, bei der Kunst im öffentlichen Raum sichtbar werde. Ausschlaggebend für die Förderung war zudem, das unterschiedliche Akteure beteiligt sind.

Landmarken weisen auf Besonderheiten ein

Bei dem Projekt sollen in den vier Kommunen, die sich zur Region Oben an der Volme zusammengeschlossen haben, bis zu 20 künstlerisch gestaltete Scheuerpfähle aufgestellt werden, die auf Besonderheiten in der Region hinweisen, als Landmarke dienen oder zur Auseinandersetzung einladen. Als verbindende Leitlinie dient dabei der Wanderweg X 20, der auf gut 20 Kilometern Länge Schalksmühle, Halver, Kierspe und Meinerzhagen verbindet.

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