Gruppenfoto in Chorzów. Bild: Stadt Iserlohn.

Iserlohn. Im Mai beschlossen, im Juni in die Tat umgesetzt: Iserlohns Bürgermeister Michael Joithe ist in die polnische Partnerstadt Chorzów gereist, um Ternopils Bürgermeister Serhii Nadal zu treffen und gemeinsam einen Städtefreundschafts-Vertrag zu unterzeichnen. Der allerdings musste seinen Stellvertreter Ihor Krysovatyy schicken, weil er aufgrund der aktuellen Kriegssituation keine Ausreisegenehmigung vom ukrainischen Präsidenten Selenski bekommen hatte.

v.l.: stellv. Bürgermeister von Ternopil Ihor Krysovatyy, Stadtpräsident von Chorzów Andrej Kotala, Iserlohns Bürgermeister Michael Joithe. Bild: Stadt Iserlohn

„Wir, die demokratisch gewählten Vertreter der Städte Iserlohn und Ternopil, wollen die Freundschaft zwischen unseren Städten aufbauen und stärken und verpflichten uns, im Zusammenhang mit den Feindseligkeiten auf ukrainischem Gebiet im Bereich der humanitären Hilfe zusammenzuarbeiten. […] Ziel dieser Vereinbarung ist es, den Opfern der Kriegsfolgen auf dem Gebiet der Ukraine zu helfen, aber auch freundschaftliche Beziehungen zwischen unseren Gemeinschaften in  anderen Bereichen wie Kultur, Sport, Wissenschaft, Bildung und Tourismus zu entwickeln.“, heißt es in dem Schriftstück. Der Vertrag tritt am Tag der Unterzeichnung in Kraft und ist für drei Jahre gültig.

Bürgermeister Michael Joithe betont: „Ich hoffe, dass wir mit dieser Städtefreundschaft auch Vorbild für andere Städte sein können, durch diesen Schritt die Solidarität mit den ukrainischen Städten und den Bürgerinnen und Bürgern zum Ausdruck zu bringen.“

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v.l. Karina Markiewicz, Sylvia Olbrich, und Bürgermeister Michael Joithe zusammen mit einer Chefärztin der Kinderklinik. Bild: Stadt Iserlohn

Während seines Aufenthaltes in Polen besuchte Michael Joithe außerdem die Kinder-Onkologie Chorzów sowie eine Schule, um sich die Beschulung auch mit Flüchtlingskindern anzuschauen.

Auf seiner Dienstreise begleitet wurde Bürgermeister Michael Joithe von Matthias Quaschnik vom Büro für Europaangelegenheiten und Karina Markiewicz (Bereich Personal). Vor Ort traf die Verwaltungsdelegation schließlich auf Sylvia Olbrich (Grüne), die auf persönliche Einladung des Stadtpräsidenten von Chorzów, Andrej Kotala, nach Polen gereist war und gemeinsam mit Bürgermeister Michael Joithe den  Beschluss der Freundschaft initiiert hatte.

Der Rat der Stadt Iserlohn hatte am 10. Mai der Schließung einer Städtefreundschaft mit der ukrainischen Stadt Ternopil zugestimmt.

In den kommenden Tagen wird eine weitere Hilfslieferung mit Haushaltsgeräten und Lebensmittel für den täglichen Bedarf sowie Verbandsmaterial organisiert. Auch diese Lieferung wird durch Spendengelder – zu einem Großteil vom Lions Club Iserlohn – finanziert.

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