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Von links: Katharina Flügge und Dr. Katja Stammen (Bezirksregierung Arnsberg) überreichten Schulleiter Sylvio Wienbeck und Kerstin Liebeskind die Urkunde der staatlichen Anerkennung. Fotoquelle: Pressestelle Bezirksregierung Arnsberg
Von links: Katharina Flügge und Dr. Katja Stammen (Bezirksregierung Arnsberg) überreichten Schulleiter Sylvio Wienbeck und Kerstin Liebeskind die Urkunde der staatlichen Anerkennung. Fotoquelle: Pressestelle Bezirksregierung Arnsberg

Werdohl. Die Liebeskind Care Academy hat die letzte Hürde genommen und eröffnet planmäßig am 1. Oktober. Am Dienstag (15. September) erhielt die Pflegeschule zusammen mit zwei weiteren Einrichtungen (in Hagen und Dortmund) im Regierungsbezirk Arnsberg die staatliche Anerkennung.

Gegen Mangel an Fachkräften

Die Liebeskind Care Academy wurde nach den Vorgaben des am 1. Januar 2020 in Kraft getretenen Pflegeberufsgesetzes genehmigt. Die Pflegeschule in der ehemaligen Erich-Kästner-Hauptschule am Riesei befindet sich in privater Trägerschaft der Plettenberger Unternehmerin Kerstin Liebeskind. Sie betreibt die Liebeskind Care plus GmbH mit weit über 100 Mitarbeiter*innen und Standbeinen in Plettenberg sowie mehreren umliegenden Städten und Gemeinden. Mit der Pflegeschule will sie gegen den Mangel an Fachkräften im Pflegebereich angehen.

Aus- und Weiterbildung

Mit 75 Schüler*innen geht die Liebeskind Care Academy an den Start. Unterrichtet werden sie von zunächst fünf Lehrkräften. Als Leiter konnte der Diplom-Pflegepädagoge Sylvio Wienbeck gewonnen werden. Die Ausbildungszeit beträgt drei Jahre. Entsprechend wird die Schülerzahl in den kommenden zwei Jahren auf über 200 anwachsen. Parallel zum Unterricht werden in der Pflegeschule Weiterbildungen angeboten.

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INFO

  • Aufgrund der Neuregelung der Pflegeausbildung durch das Pflegeberufegesetz (PflBG) zum 1. Januar 2020 ist ein verändertes, generalistisch ausgerichtetes Berufsbild entstanden. Die bisherigen Berufsbilder der Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege sowie Gesundheits- und Kinderkrankenpflege wurden in einem neuen gemeinsamen Berufsbild zusammengefasst.
  • Die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann vermittelt die für die selbstständige, umfassende und prozessorientierte Pflege von Menschen aller Altersstufen in akut und dauerhaft stationären sowie ambulanten Pflegesituationen erforderlichen fachlichen und personalen Kompetenzen.
  • Das Pflegeberufsgesetz regelt die Zugangsvoraussetzungen zur beruflichen Pflegeausbildung. Grundsätzlich ist ein mittlerer Schulabschluss oder der Abschluss einer sonstigen zehnjährigen allgemeinen Schulbildung Voraussetzung für den Zugang zur Ausbildung. Bewerberinnen oder Bewerber mit einem Hauptschulabschluss nach Klasse 9 oder einem als gleichwertig anerkannten Abschluss werden zugelassen, wenn eine der zusätzlichen Voraussetzungen nach § 11 Abs. 1 Nr. 2a bis d PflBG erfüllt ist. Hierzu gehört insbesondere der erfolgreiche Abschluss einer landesrechtlich geregelten Assistenz- oder Helferausbildung in der Pflege von mindestens einjähriger Dauer.
  • Die Ausbildung zur Pflegefachfrau bzw. zum Pflegefachmann dauert unabhängig vom Zeitpunkt der staatlichen Abschlussprüfung in Vollzeitform drei Jahre. Sie besteht aus dem theoretischen und praktischen Unterricht sowie einer praktischen Ausbildung; der Anteil der praktischen Ausbildung überwiegt.

Quellen: Komplett-Magazin und Bezirksregierung Arnsberg

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