Um das Fallbett für die Brücke zu schaffen müssen 80.000 Kubikmeter Boden bewegt werden. Foto: Sven Prillwitz

Lüdenscheid. Die Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH des Bundes hat den Auftrag zum Sprengabbruch der Talbrücke Rahmede vergeben. Auftragnehmer ist die Firma Heitkamp Umwelttechnik GmbH. Die Firma Liesegang ist als einer der Nachunternehmer für die Sprengung verantwortlich. Liesegang hatte im Auftrag der Niederlassung Westfalen Anfang des Jahres auch die Talbrücke Rinsdorf gesprengt. Das teilt Autobahn GmbH mit.

Dr. Volker Wissing, Bundesminister für Digitales und Verkehr, sagt dazu: „Heute erreichen uns gute Nachrichten aus Lüdenscheid: Das Vergabeverfahren zur Sprengung der Talbrücke Rahmede ist abgeschlossen. Das ist ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Ersatzneubau. Jetzt kann die Detailplanung für den Sprengabbruch beginnen. Bald wird für alle sichtbar, dass es zügig vorangeht. Parallel wird weiter mit Hochdruck an Planung und Bau der neuen Brücke gearbeitet. Wir werden hier nicht nachlassen und alle Ressourcen bündeln, damit die Lüdenscheider möglichst schnell entlastet werden.“

Boden und Abraum wird über die A45 transportiert

„Heute haben bereits die Fällarbeiten unter der Brücke begonnen, um die Flächen für das Fallbett vorzubereiten. Ziel ist, die Brücke so schnell wie möglich zu Boden zu bringen“, sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, Leiterin der Autobahn-Niederlassung Westfalen. Aus rund 60.000 Kubikmeter Boden wird nun unter der Brücke ein Fallbett gebaut. Die Herausforderung dabei: Die steil abfallenden Hänge sowie die Neigung des Hangs in Richtung Norden hin zur Straße Im Wiesental. „Hier muss der Hang zunächst gesichert werden“, so Stiepert. Der Großteil der An- und Ablieferung von Boden und Abraum soll über die Autobahn laufen, um die Straßen in Lüdenscheid nicht zusätzlich mit Bauverkehr zu belasten. Hier wird nun vom Auftragnehmer im Detail erarbeitet, wie Maschinen und Lkw von der Autobahn ins Gelände kommen.

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Bei der Planung des Sprengabbruches geht es unter anderem um Maschinen- und Materialeinsatzeinsatz, Zuwegung zur Baustelle und natürlich um die Vorarbeiten an der Brücke, um das Bauwerk zu sprengen. „Über das weitere Verfahren wird die Autobahn GmbH gemeinsam mit dem Bürgerbüro zeitnah informieren“, sagt Dirk Stiepert, Leiter der Außenstelle Hagen der Niederlassung Westfalen.

Fällarbeiten zunächst im Südhang

Begonnen wird mit den Fällarbeiten im Südhang, nach etwa zwei Wochen wechseln die Forstarbeiten dann auf die Nordseite. Zu diesem Zeitpunkt wird es auch zu temporären Sperrungen in der Straße Im Wiesental kommen, über die die Niederlassung Westfalen gesondert informieren wird.