„Herzlich willkommen“ steht in kyrilischen Buchstaben auf der mobilen Tafel. Zum Kursstart besuchten Diakoniepfarrer Volker Bäumer, Lions Präsident Christian Crone, Diakonie-Geschäftsführerin Iris Jänicke und Pfarrer Dirk Grzegorek das Haus der Diakonie. Monika Salmen (3. von links) übernimmt die Kinderbetreuung während des Kurses. Lena Savchuk und Olga Tkachenko (rechts) unterstützen sie. Foto: Wolfgang Teipel

Diakonie, Ev. Kirchengemeinde Werdohl und der Lionsclub Altena helfen Menschen aus der Ukraine

Werdohl. Hektik im „Haus der Diakonie“ am Kirchenpfad: Zwei Frauen schrauben eine mobile Tafel zusammen, während die ersten Besucherinnen eintreffen. Ein etwa zweijähriges Mädchen schaut sich die Szenerie interessiert an. Dann wackelt es wieder zu seiner Mama. Schließlich steht die Tafel und der Raum füllt sich weiter. Die Tür schließt sich. Der Sprachkurs für Geflüchtete aus der Ukraine kann beginnen.

Start geglückt

Dann eilen noch zwei Nachzüglerinnen durch den Flur. Pfarrer Dirk Grzegorek kennt sie. „Ein junge Frau aus unserer Gemeinde und eine Jugendliche aus der Ukraine“, sagt er. „Die beiden haben sich schon angefreundet und gehen gemeinsam zum Sprachkurs. So soll es sein“, freut sich der Geistliche. Für ihn ist der Start in den Nachmittag geglückt.

Ab sofort bietet das Diakonische Werk des Evangelischen Kirchenkreises Lüdenscheid-Plettenberg in Kooperation mit der Evangelischen Kirchengemeinde Werdohl und dem Lionsclub Altena  einen Deutschkurs für Geflüchtete aus der Ukraine an.

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Sprachkundige Frauen

Die Partner haben zwei Werdohler Lehrerinnen gefunden, die sich  ehrenamtlich engagieren. Die sprachkundigen Frauen werden auch ein offenes Ohr wie die Nöte und Sorgen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben Der Kurs findet im Haus der Diakonie, Kirchenpfad 1, im Zentrum von Werdohl (neben der evangelischen Christuskirche) statt.

Menschen seelisch aufbauen

„Das soll ein niederschwelliges Angebot für alle Geflüchteten sein, die in diesen Zeiten Beistand suchen“, erläutert Iris Jänicke, Geschäftsführerin der Diakonie Lüdenscheid-Plettenberg. Es gehe nicht nur um die reine Sprachvermittlung. „Unter dem gemeinsamen Dach von Kirche und Diakonie wollen wird die Menschen seelisch aufbauen und dazu beitragen, dass sie Vertrauen in ihre neue Umgebung gewinnen“, betont Pfarrer Dirk Grzegorek. Der Kurs solle gleichermaßen ein Ort des Lernens und ein Ort für Gespräche und entspannte Zusammenkünfte sein.

Zunächst bis zu den Sommerferien

„Das passt“, unterstreicht Michael Bölling vom Lions Club Altena. Er ist sicher, dass sich das neue Angebot schnell unter Geflüchteten aus der Ukraine in Werdohl herumsprechen wird. Der Lions Club unterstützt den Sprachkurs mit Lern- und Lehrmaterial. „Zunächst ist der Kurs bis zu den Sommerferien geplant“, erklärt Lions-Präsident Christian Crone. „Sollte darüber hinaus Interesse bestehen, stellt der Club weitere Mittel zur Verfügung.“ Noch sei ja nicht klar, wie sich die Situation in der Ukraine entwickele und wie viele Menschen eine vorübergehende oder neue Heimat in Werdohl suchten.

 

Am Sprachkurs teilnehmen können Erwachsene ab 18 Jahren aus der Ukraine. Eine Kinderbetreuung wird während der Unterrichtszeit angeboten. Sowohl die Teilnahme am Kurs als auch die Kinderbetreuung sind kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Interessierte kommen während der Kurszeiten (montags und mittwochs zwischen 15.30 und 16.30 Uhr) einfach hinzu.

 

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