Die überschüssigen Impfdosen für das Perthes-Pflegeheim in Nachrodt konnten dank gelungener Improvisation kurzfristig verimpft werden. Symbolfoto: Alexander Bange/Märkischer Kreis

Nachrodt-Wiblingwerde. (pmk) In einem Pflegeheim in Nachrodt-Wiblingwerde sind am Mittwoch (13.1.) 95 Impfdosen mehr angeliefert worden, als bestellt waren. Trotzdem sei keine der Impfdosen verfallen – dank einer organisatorischen Meisterleistung, berichtet die Pressestelle des Märkischen Kreises.

Das Perthes-Pflegeheim in Nachrodt-Wiblingwerde ist am Mittwoch Ort eines ungewöhnlichen Einsatzes für den Rettungsdienst des Märkischen Kreises und Feuerwehreinsatzkräfte aus Iserlohn gewesen. Ein Logistikunternehmen hatte dem Heim aus Versehen 95 Impfdosen mehr angeliefert als bestellt waren. Heimleiterin Petra Winkler informierte daraufhin umgehend die medizinische Leitung des Impfzentrums über die Fracht.

“Weil die Impfdosen nach der Auslieferung nicht weiter transportiert werden dürfen, musste innerhalb kürzester Zeit dafür gesorgt werden, den knappen und sehr wertvollen Impfstoff an Personen der höchsten Priorisierungsgruppe zu verimpfen”, berichtet Dr. Gregor Schmitz, ärztlicher Leiter des Impfzentrums Märkischer Kreis.

Kein Kontakt mit Bewohnern

Gemeinsam mit ihren Mitarbeitern organisierte Petra Winkler Räumlichkeiten, in denen die Impfaktion sicher und gründlich durchgeführt werden konnte. Auch die Leitung des Impfzentrums mobilisierte ein zusätzliches Impfteam – mit Erfolg. “Die Impfkandidaten mussten das Pflegeheim nicht betreten und hatten zu keinem Zeitpunkt Kontakt mit den Bewohnern und den Pflegekräften”, berichtet Dr. Schmitz.

Dank der gelungenen Improvisation konnten wenige Stunden später 95 Frauen und Männer geimpft werden. Dabei wurde der Impfstoff zunächst Bewohnern der angegliederten Seniorenwohnungen angeboten, die mehr als 80 Jahre alt und so mobil sind, dass sie zum kurzerhand eingerichteten “Impfzentrum” am Perthes-Pflegeheim kommen konnten. Anschließend waren Mitarbeiter der Rettungsdienste und der Feuerwehr Iserlohn an der Reihe. Sie werden vorrangig geimpft, weil sie zwingend zur Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung im Kreis benötigt werden.

Am Ende des Tages zogen alle Beteiligten ein positives Resümee des improvisierten Einsatzes. “Wir bedanken uns ausdrücklich bei Frau Winkler vom Pflegeheim, den Ärzten und Mitarbeitern des mobilen Impfteams und den geimpften Personen für die großartige Mitarbeit und Hilfe bei dieser spontanen Impfaktion”, betonte Dr. Gregor Schmitz.

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