Auch das Beleuchtungskonzept des Knapper Schulhofes fand im Jury-Statement Berücksichtigung. Foto: Rolf Rutzen / Stadt Lüdenscheid

Lüdenscheid. (PSL) Zum dreizehnten Mal wurde im November der Deutsche SPIELRAUM-Preis verliehen, mit dem modellhafte und vorbildliche Spielräume von einer Fachjury mit hochdotierten Sachpreisen ausgezeichnet werden. Einen der begehrten Hauptpreise konnte der im Rahmen des Projektes „Denkfabrik“ neugestaltete Knapper Schulhof erringen.

Insgesamt 46 Projekte hatten sich zum Thema „Raum für Bewegung“ um den Preis beworben. 15 wurden von der Jury ausgezeichnet, darunter ist der Knapper Schulhof.



Vom Schulhof zum Stadtplatz

Die Jury geht in ihrem Statement vor allem auf die Vielfalt der Angebote und die Nutzung des Schulhofes als Stadtplatz sowie auf das gelungene Beleuchtungskonzept ein. Hans-Jürgen Badziura, Leiter des Fachdienstes Umweltschutz und Freiraum, sein Mitarbeiter Thomas Meilwes, Landschaftsarchitekt Friedhelm Ebbinghaus sowie Schulleiterin Heike Weiland-Günther nahmen den Preis in Köln persönlich entgegen. Bei allen Beteiligten war die Freude groß, dass die Umsetzung des Konzeptes für den Knapper Schulhof in diesem Rahmen gewürdigt wurde.

Ende 2013 begann der Umbau des Knapper Schulhofes. Foto: Marit Schulte / Stadt Lüdenscheid

Der Deutsche SPIELRAUM-Preis wird alle zwei Jahre ausgelobt von der STADT und RAUM Messe und Medien GmbH in Zusammenarbeit mit der GALK, der Ständigen Konferenz der Gartenamtsleiter beim Deutschen Städtetag (DST) und dem Deutschen Olympischen Sportbund e.V. (DOSB).

Zusammenfassung und Jurystatement

Ziel der Neugestaltung des Knapper Schulhofs in Lüdenscheid war es, den Platz multifunktional zu erweitern: In einen Stadtplatz mit Angeboten zum Aufenthalt und einer Einladung zu Spiel und Bewegung. Dabei sollte die originäre Nutzung – als Schulhof – nicht aufgegeben werden. Entstanden ist auf 3.300 Quadratmetern eine neue Bewegungsfläche im Quartier. Das Angebot ist vielfältig: Ein Niederseilparcours unter altem Baumbestand, eine Freifläche für Ballspiele (mit Multifunktionstor, Streetball), Platz zum Radfahren (Pflasterkreis); ein Forum als »Klassenzimmer« (im Freien) mit Bühne und Bewegungselementen, für Jugendliche ein Parcours. Bei der Neugestaltung ging es zugleich darum, Angsträume zu vermeiden, Sicherheit und soziale Kontrolle zu vermitteln. Dies ist mit Hilfe eines Beleuchtungskonzepts gelungen, das neben diesen »funktionalen Vorgaben« durch Farbspiele zugleich spielerisch Erfahrungen mit dem Licht ermöglich.

Hans-Jürgen Badziura, Leiter des Fachdienstes Umweltschutz und Freiraum (3.v.l.), sein Mitarbeiter Thomas Meilwes (r.), Landschaftsarchitekt Friedhelm Ebbinghaus (3.v.r.) sowie Schulleiterin Heike Weiland-Günther (2.v.r.) nahmen den Preis für den Knapper Schulhof in Köln persönlich entgegen. Foto: © Koelnmesse GmbH, Thomas Klerx

Materialwechsel erlauben die Markierung von Zonen und Stufen. Die Erweiterung des Schulhofes erfolgte durch die Neuordnung eines innerstädtischen Parkplatzes und seiner Zufahrt – sicher keine selbstverständliche Maßnahme bei der Neuarrondierung eines Spiel- und Bewegungsraumes, der im erweiterten Innenstadtbereich gelegen ist.

Multifunktionale Nutzung

Diesen zentralen Raum durch geschickte Gestaltung multifunktional nutzbar zu machen – als Schulhof, als Spiel- und Bewegungsraum und als Stadtplatz –  ist gelungen und ermöglicht ein Aufeinandertreffen von Nutzern verschiedener Generationen und Fähigkeiten, was ganz einem Design für Alle entspricht. Beim Deutschen SPIELRAUM-Preis 2019 (»Raum für Bewegung«) zeichnete die Jury das Projekt mit einem Hauptpreis im 2. Rang aus.

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