Die Tiefbauarbeiten in der Neuestraße haben begonnen. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Die Stadtverwaltung wird die Planung für die Positionierung von Spielgeräten und Fontänenhüpfern in der Innenstadt übernehmen. Vom Planungsbüro bbz Landschaftsarchitekten vorgelegte Entwürfe wurden im Planungs- und Umweltausschuss einmütig als untauglich bewertet. Gleiches gilt für die bbz-Vorschläge für Mülleimerumhausungen.

Fachgebietsleiter Till Hoffmann stellte die Vorschläge des Planungsbüros bbz vor. Foto: Bernhard Schlütter

Fachgebietsleiter Till Hoffmann stellte die Vorschläge des mit der Planung für die Innenstadtsanierung beauftragten Berliner Büros den Politikern eigentlich nur vor, weil er einen „Sachstandsbericht“ geben wollte. „Klassenziel verfehlt“, urteilte Michael Schulte (FDP) darüber. Heiko Hiller (CDU) forderte „Stadtverwaltung übernehmen Sie!“ und merkte noch einmal an, dass die CDU die Aufstellung von Fontänenhüpfern in der Innenstadt für unsinnig halte.

Martin Reinhold (SPD) stimmte zu, dass die vorgeschlagenen Standorte „natürlich Unsinn“ seien. Die Hüpfer als Wasserspielgeräte, bei denen Kinder durch Aktivität etwas bewirken können, möchten sie und die SPD aber nach wie vor in der Innenstadt haben. Dazu auch noch ein oder zwei andere Spielgeräte. Allerdings solle die Innenstadt kein Spielplatz werden, sondern ein gestalteter Raum mit Aufenthaltsqualität für alle Altersstufen.

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Diethardt Küppers (parteilos) mahnte, dass bei Wasserspielen und Wasserhüpfern die Folgekosten beachtet werden müssten. Der Ursprung des Iseks sei die Belebung der Geschäftswelt in der Innenstadt gewesen. „Dazu tragen Spielgeräte nicht bei.“ Giesela Werda von der Seniorenvertretung nannte Attendorn als Vorbild. Dort habe die Innenstadt u.a. auch mit Spielgeräten und Sitzgelegenheiten Aufenthaltsqualität für Jung und Alt.

Ausschussvorsitzender Klaus Ising regte an, sich mal in der Nachbarschaft umzuschauen. Zum Beispiel seien an der Sorpetalsperre tolle Spielgeräte installiert worden.

Bauarbeiten schreiten voran

In der Graf-Dietrich-Straße wird Kopfsteinpflaster verlegt. In der Mitte abgedeckt ist der Mobilitätsstreifen. Foto: Bernhard Schlütter

Während Politik und Verwaltung an den Details der Innenstadtmöblierung stricken, werden bei den Bauarbeiten Fortschritte sichtbar. In der Graf-Dietrich-Straße liegen die großflächigen Platten für den Mobilitätsstreifen, wird jetzt von den Mitarbeitern der Firma Boymann das umgebende Kopfsteinpflaster verlegt. „In der Graf-Dietrich-Straße mussten viele langwierige Kleinarbeiten durchgeführt werden“, erklärte Bauamtsleiter Sebastian Jülich das anfänglich scheinbar langsame Voranschreiten der Arbeiten. In der Neuestraße werde es deutlich zügiger vorangehen. Dort haben die Bauarbeiter in dieser Woche begonnen.

Am Rande der Ausschusssitzung bemängelten einige Bürger, dass nach wie vor kein komplettes Konzept für die Innenstadtgestaltung zu erkennen sei. Um den Informationsfluss zu verbessern hatte der Planungs- und Umweltausschuss angeregt, dass die Verwaltung in Zukunft zu Beginn jeder Ratssitzung über den aktuellen Stand berichte. Sebastian Jülich sicherte dies zu.

Aktuelle Infos zum Stand der Innenstadterneuerung sollen auch auf der Internetseite www.innenstadt-plettenberg.de zu finden sein.

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