Jens Voß, Bernd Schildknecht, Gordan Dudas und Sebastian Wagemeyer mal an einem sauberen Standort. Aber auch hier verstopfen Massen an Verpackungsmaterial schon den Behälter. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Bislang war die Stadt, so scheint es, machtlos gegen wilde Müllkippen, verdreckte Sammelstellen und achtlos weggeworfenen Unrat. Jetzt ergreifen die Lüdenscheider Sozialdemokraten die Initiative. Sie wollen für ein ordentliches Stadtbild sorgen. Sie hoffen auf die Beteiligung vieler Bürger und die Unterstützung anderer Parteien.

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„Wir wollen und können die derzeitige Situation nicht länger hinnehmen“, sagt SPD-Stadtverbandsvorsitzender Gordan Dudas. Für viele Bürger sei die zunehmende Verschmutzung ein wachsendes Ärgernis. „Das erfahren wir immer wieder. Wir hören Klagen an unserem Stand auf dem Sternplatz oder bekommen Anrufe von Bürger, die sauer sind“, sagt SPD-Ratsherr Sebastian Wagemeyer.

Diskutieren und Ideen sammeln

Unter seiner Federführung will die SPD jetzt eine Diskussion anstoßen, Ideen sammeln, mit Bürgern ins Gespräch kommen, um so ein ganzheitliches Konzept zu erarbeiten. „Nur so können wir die Situation in der Stadt verbessern“, sagt er.

600.000 Euro sparen

Auch für Bernd Schildknecht ist die Zeit gekommen endlich aktiv zu werden. Der Vorsitzende des STL-Werksausschusses schimpft: „Jährlich geben wir rund 600.000 für die Reinigung von Schmutzecken und die Beseitigung wilder Kippen aus. Dieses Geld könnten wir uns sparen.“ Ein weiteres Ärgernis: „Der Unmut wird oft an den Mitarbeitern des Stadtreinigungs-, Transport- und Bautriebs ausgelassen.“ Denen können man aber keinen Vorwurf machen. „Sie arbeiten an der Kapazitätsgrenze und machen eine super Arbeit.“

Irgendeiner macht den Dreck schon weg?

Irgendeiner macht den Dreck schon weg – diese Haltung müsse aus den Köpfen vieler Menschen verschwinden. Ein Beispiel: Wer bemerke, dass der Altpapiercontainer, den er ansteuert hat, voll sei, solle gleich den STL-Recyclinghof aufsuchen. „Hier wird er seinen Kram immer los.“

25 problematische Sammelstellen

100 Sammelstellen in der Stadt, davon 25 problematisch und zwölf schwierig – STL könne nicht überall sein. Aber auch hier sieht die SPD einen Ansatzpunkt. „Wenn es nicht anders geht, müssen wir auch über veränderte Hausansätze sprechen“, sagt Bernd Schildknecht. Das solle schon in der nächsten Werksausschusssitzung am 22. März geschehen.

Vorschläge ausdrücklich erwünscht

Darüber hinaus müsse der Hebel an zahlreichen anderen Stellen angesetzt werden, fordert Sebastian Wagemeyer. Einrichtungen wie Schulen oder auch Vereine könnten Patenschaften für Gehwege übernehmen, mehr Aufklärung, beispielsweise bei den Stadtteilkonferenzen, andere-Veranstaltungen, die Verschärfung von Bußgeldern und mehr – Vorschläge aus der Bürgerschaft seien ausdrücklich erwünscht.

Parteiübergreifend

„Selbstverständlich geht es dabei auch immer ums Geld“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Jens Voß. Er will sich dafür einsetzen, dass die anderen Rathaus-Parteien bei der Initiative mitziehen. Im Übrigens sei es keinesfalls so, dass STL den wachsenden Problemen tatenlos zusehe. In Brüninghausen beispielsweise sei die Zahl der Papiercontainer in den vergangenen Jahren von zwei auf vier verdoppelt worden.

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