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Ulrich Schulte warb um Unterstützung für seine erneute Bürgermeisterkandidatur. Foto: Bernhard Schlütter

Plettenberg. Die Mitglieder der SPD und der PWG haben Ulrich Schulte ihre Unterstützung für seine erneute Bürgermeisterkandidatur bei der Kommunalwahl im September offiziell bestätigt. Nahezu parallel fanden die Wahlversammlungen der beiden Parteien am Montagabend (15. Juni) statt. Zuvor hatte bereits die FDP Schulte ihrer Unterstützung versichert.

„Ich bin mit meiner Aufgabe als Bürgermeister noch nicht fertig. Dafür reichen fünf Jahre nicht aus“, stellte Ulrich Schulte fest und bat um die Unterstützung für eine weitere Amtszeit. Dafür sprachen sich sowohl die Mitglieder des SPD-Ortsvereins im Saal der Gaststätte Zur Post in Ohle als auch die Mitglieder der Plettenberger Wählergemeinschaft in der Gaststätte Käsebrink in Landemert einstimmig aus.

Zuvor hatte Ulrich Schulte einige vollendete bzw. begonnene Maßnahmen der letzten fünf Jahre aufgezählt, die seines Erachtens gut für Plettenberg waren. Noch von seinem Vorgänger Klaus Müller begonnen, durfte Schulte die Projekte P-Center und Lennepromenade abschließen. Bei der Auseinandersetzung mit der Stadt Attendorn um die Ansiedlung des Modeparks Röther habe er ganz pragmatisch das persönliche Gespräch mit seinem Amtskollegen Christian Pospischil gesucht mit dem Ergebnis, dass für die Verkaufsfläche ein Kompromiss geschlossen wurde. „Der Modepark ist heute nicht nur eine Bereicherung mit seinem Sortiment, sondern das Gebäude am Maiplatz ist vom neuen Eigentümer auch baulich aufgewertet worden“, betonte Schulte.

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Eine schwierige Entscheidung sei für ihn der Verkauf des Krankenhauses gewesen, doch habe sich gezeigt, dass Radprax ein Gewinn für die Gesundheitsversorgung Plettenbergs sei. Um diese für die Zukunft zu sichern, müsse nun das Augenmerk auf die hausärztliche Versorgung gerichtet werden. „Hier müssen wir steuernd eingreifen, sonst haben wir bald zu wenig Hausärzte.“

Als richtige und wichtige Maßnahmen in seiner Amtszeit nannte Ulrich Schulte u.a. die Gründung der KulTour GmbH, die Einführung der strukturierten Bürgerbeteiligung und die Bürgermeistersprechstunden im Rathaus, auf dem Wochenmarkt und im Jugendzentrum. „Oft handele ich auch spontan. So habe ich öffentliche Flächen für Graffiti-Künstler freigegeben. Die Ergebnisse zum Beispiel im Parkhaus Brachtstraße und unter der Junior-Brücke am Elsetalradweg können sich sehen lassen.“ Auf unkonventionelle Weise gelang es ihm, zusätzliche Gewerbefläche im Elsetal zu gewinnen, indem forstwirtschaftliche Flächen gegen bisher landwirtschaftlich genutzte Flächen getauscht wurden – eine Win-Win-Situation für Stadt und Landwirt.

Als Zukunftsaufgaben sieht Schulte u.a. die Digitalisierung auf Grundlage des sehr guten Glasfaserausbaus im Stadtgebiet, die Vollendung der Innenstadtsanierung, die Entwicklung des Dura-Geländes und die Schaffung von bezahlbaren Wohnungen durch die Schließung von Baulücken im Stadtgebiet an.

“Bei der Elsetal-Entlastungs-Straße sind wir in den letzten fünf Jahren kaum weitergekommen”, räumte Ulrich Schulte ein. Der Stillstand bei der Planung ärgert den Bürgermeister. Auch an dieser Herausforderung will er weiter arbeiten, so er denn für weitere fünf Jahre gewählt wird.

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