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Plettenberg. Das Fahrrad wird vermehrt von Pendlern, Berufstätigen und Menschen benutzt, die auch innerhalb der Stadt ihre Alltagsbesorgungen damit erledigen wollen. Daher möchte die SPD-Ratsfraktion Radwege anlegen bzw. Fahrstreifen für den Fahrradverkehr einrichten, die sicher in die Stadtmitte und in andere Stadtviertel hineinführen. Der SPD-Antrag zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur für das Radfahren in Plettenberg ist Thema in der Sitzung des Planungs- und Umweltausschusses am Mittwoch, 12. Februar (17 Uhr, Ratssaal).

Fahrstreifen für Radfahrer, wie hier an der Königstraße, möchte die SPD-Fraktion an möglichst vielen Stellen im Stadtgebiet einrichten lassen. Foto: Bernhard Schlütter

Demnach sollten Fahrstreifen für den Radverkehr ausgewiesen werden, wo dies möglich ist. Als Beispiel nennen die Sozialdemokraten die Straße An der Lohmühle, die gerade neu asphaltiert und wo noch keine Fahrbahnmarkierung aufgebracht wurde. Die Stadtverwaltung wird gebeten, „sich mit dem Landesbetrieb Straßenbau NRW in Verbindung zu setzen, um zu prüfen, ob aus Richtung Herscheider Straße kommend ein Fahrsteifen für das Rad eingerichtet werden kann“. Außerdem erscheint der SPD-Fraktion der Bürgersteig aus der Kaiserstraße kommend zumindest am Anfang so breit, dass auch hier die Einrichtung eines Fahrstreifens geprüft werden solle. „Über diesen konkreten Fall hinaus bitten wir bei sämtlichen Baumaßnahmen in Zukunft (z.B. Grafweg) über geeignete Fahrstreifen nachzudenken“, schreibt Martina Reinhold im Namen der SPD-Fraktion. Dafür sollten mögliche Zuschussmöglichkeiten geprüft werden.

Standorte für Fahrradgaragen

Wissen möchte die SPD, wie wie sich die Planungen von Fahrradgaragen in Plettenberg gestalten. Bei der Neugründung des Vereins adfc (Allgemeiner Deutscher Fahrrad-Club) in Plettenberg sei ausgiebig über den Bedarf und die möglichen Standorte diskutiert worden. Genannt worden seien der Bahnhof, das Aqua Magis und die Innenstadt als zunächst vordringliche Standorte. Da hier von Seiten des adfc sehr viel fachliches Know-How bei der Ausgestaltung bzw. Praktikabilität dieser Garagen vorhanden sei, solle die Stadtverwaltung sich mit dem Vorsitzenden in Verbindung zu setzen.



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Weiter heißt es im SPD-Antrag: „Wir meinen, dass der Rat bereits Planungen für einen Standort am Bahnhof und der Innenstadt beschlossen hat. Falls das nicht der Fall sein sollte, bitten wir um eine entsprechende Vorlage. Die Arbeitsgemeinschaft fußgänger- und fahrradfreundlicher Städte (AGFS NRW) soll laut adfc auch Hilfe anbieten, um Zugriff auf Fördermittel in diesem Bereich zu bekommen.“

Begrünung von Wartehäuschen

In einem weiteren Antrag schlägt die SPD-Fraktion die Begrünung von Wartehäuschen an Bushaltestellen als Maßnahme für den Erhalt der Artenvielfalt und den Klimaschutz vor. „Die Dächer der Personenunterstände können auf diese Weise Raum für Bienen, Hummeln und andere Insekten schaffen. Werden hierfür heimische Sedum-Pflanzen (wie z.B. Mauerpfeffer) genutzt, die gegen Hitze und Trockenheit resistent sind und nur den Regen als Bewässerung und wenig weitere Pflege benötigen, können zusätzlich Regenwasser gespeichert und Feinstaub aus der Luft gefiltert werden.

Wir beantragen daher, dass die Verwaltung prüfen soll,

  • ob und welche Dächer von Wartehäuschen an Bushaltestellen im Stadtgebiet sich für eine Begrünung mit Blühpflanzen eignen,
  • welche notwendigen Mittel für den Haushaltsplan 2021 eingestellt werden müssten, um die vorhandenen Bushaltestellenhäuschen entsprechend umzurüsten,
  • welche Fördermittel für diese ökologischen Maßnahmen eingesetzt werden könnten.

Darüber hinaus beantragen wir, bei zukünftigen Baumaßnahmen eine Begrünung von Bushaltestellenhäuschen zu berücksichtigen und in die Kostenaufstellung entsprechend aufzunehmen.“

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