Gerd Wirth
Gerd Wirth legt zum 1. Februar sein Ratsmandat nieder. Verkehrspolitik war über Jahrzehnte sein Ding. Foto: privat

Meinerzhagen. Verkehrspolitik war sein Ding in der Stadt sowie auf Kreis- und Landesebene. Er gab die entscheidenden Impulse für die Wiederbelebung für der Bahnstrecke zwischen Meinerzhagen und Köln sowie Meinerzhagen und Hagen. Gerd Wirth, Meinerzhagen und SPD – das gehörte über Jahrzehnte zusammen. In der Kommunalpolitik wird der Mann fehlen, der 1979 erstmals in den Stadtrat einzog und seit 1983 als Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion aktiv war. Wirth legt sein Ratsmandat mit Wirkung zum 1. Februar nieder. Das hat er Bürgermeister Jan Nesselrath jetzt mitgeteilt.

Stolz und Dank

„Ich bin stolz darauf an vielem für die Stadt mitgewirkt zu haben. Ein herzlicher Dank an die Wählerinnen und Wähler, die mir diese Aufgabe so lange möglich gemacht haben. Danke auch an diejenigen, die mich kritisch begleitet haben und Dank an die Genossinnen und Genossen die mich in meiner Arbeit unterstützt haben. Irgendwann ist der Zeitpunkt gekommen, an dem man aufhören sollte! Der ist jetzt“, heißt es in einem Facebook-Post des Politikers.

Für viele kommt der Schritt überraschend. Gerd Wirth hatte allerdings intern schon vor der letzten Kommunalwahl durchblicken lassen, dass er nicht mehr für die gesamte Legislaturperiode zur Verfügung stehen würde. Die nächste Kommunalwahl in NRW findet im Herbst 2020 statt. Dann wäre der 1951 geborene Wirth 68 Jahre alt.

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Ab 1980 Geschäftsführer des SPD-Unterbezirks

Die Arbeit für die SPD hat das Leben des heute 64-Jährigen bestimmt. Schon während seines Studiums der Sozialarbeit engagierte er sich und wurde Vorsitzender der Meinerzhagener Jungsozialisten. Lange stand er als Mitarbeiter an der Seite des damaligen Bundestagsabgeordneten Günter Topmann. 1980 übernahm er die Geschäftsführung des SPD-Unterbezirks Märkischer Kreis. Im Meinerzhagener Rat und Kreistag des Märkischen Kreises konzentrierte er sich auf die Themen Planung und Verkehr. 1990 wurde er erstmals in den NRW Landtag gewählt dem er bis 2005 angehörte. Hier war er als stellvertretender Vorsitzender und fungierte als verkehrspolitischer Sprecher der SPD-Landtagsfraktion.

Zu Wasser, zu Lande und in der Luft – Wirth ist begeisterter Segler, leidenschaftlicher Motorradfahrer und eine Zeitlang ließ er bei Flugstunden den festen Boden unter sich. Auch privat war eben das Thema Fortbewegung immer sein Ding.

 

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