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Die Plettenberger SPD besuchte im Rahmen ihres Sommerprogramms die Oesterhalle, die seit gut einem jahr vom Schützenverein Oestertal in Eigenregie bewirtschaftet wird. Foto: Bernhard Schlütter


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Plettenberg. Den Themenbereich Vereine und Ehrenamt hat die Plettenberger SPD zum Schwerpunkt ihres Sommerprogramms gemacht. Am Montag (27. Juli) informierten sich die Sozialdemokraten und Bürgermeister Ulrich Schulte beim Schützenverein Oestertal.

Die Schützen haben vor gut einem Jahr die Bewirtschaftung der zuvor städtischen Oesterhalle übernommen. „Es läuft sehr gut, auch wenn wir durch Corona natürlich Einbußen haben“, berichtete Andrea Saladdino, 1. Vorsitzender des Schützenvereins. Dafür sorge ein engagiertes Team aus den Reihen der Mitglieder. „Das Beispiel Oesterhalle zeigt, dass Ehrenamt einiges auf die Beine stellen kann“, stellte SPD-Vorsitzender Stefan Langenbach fest.

Auslastung der Halle bei 95 Prozent

Die Oesterhalle wird regelmäßig von den Sportschützen des Schützenvereins sowie einem Tanzstudio, einer privaten Tanzgruppe, der Krav-Maga-Kampfsportschule aus Herscheid sowie der Osteoporose-Selbsthilfegruppe genutzt. „Die Auslastung liegt ab 18 Uhr bei 95 Prozent und nachmittags bei 75 Prozent“, so Andrea Saladdino. Im ersten Jahr der Bewirtschaftung durch den Schützenverein Oestertal sei auch die Vermietung an Privatleute für zum Beispiel Hochzeits- und Geburtstagsfeiern sehr gut angelaufen. Durch die Corona-Einschränkungen waren diese zuletzt kaum möglich. Das bedeute für den Verein Mindereinnahmen von etwa 21.000 Euro, hat der Schützenvorstand ausgerechnet.



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SPD-Politiker*innen und Bürgermeister Ulrich Schulte an der Oesterhalle Foto: Bernhard Schlütter

Andererseits wird die Zwangspause genutzt, um nötige Baumaßnahmen und Reparaturen durchzuführen. An einer Hallenseite wird ein Anbau errichtet, der als Stuhllager genutzt werden soll. „Dadurch bekommen wir mehr Platz in der Halle und können für kleinere Veranstaltungen auch parallel vermieten“, erklärt Saladdino. Dafür wird eine mobile Trennwand angeschafft. Modernisiert werden die Heizungsanlage und das Lüftungssystem sowie das Schließsystem; der Fußboden in der Halle soll im nächsten Jahr erneuert werden.

Hausmeisterwohnung wird Büro

Für die zur Halle gehörende bisherige Hausmeisterwohnung haben die Oestertaler Schützen eine Nutzung gefunden, die mit der Nutzung der Halle für Veranstaltungen nicht kollidiert: Sie wird zu Büroräumen umfunktioniert, die nach den Sommerferien von Mietern bezogen werden.

Um all diese Maßnahmen durchführen zu können, haben die Schützen nach Fördermöglichkeiten gesucht und sie auch gefunden. Zuschüsse kommen aus der LEADER-Region LenneSchiene, dem Heimatscheck und aus dem Programm Moderne Sportstätten – insgesamt rund 82.000 Euro. Für den Schützenverein bleibt ein Eigenanteil von umgerechnet etwa 25.000 Euro, der u.a. durch viel ehrenamtliche Leistungen der Mitglieder aufgebracht wird.

Neben Lob z.B. für die Regionalmanagerinnen der LenneSchiene übt Andrea Saladdino auch Kritik an den Antragsverfahren für Zuschüsse: „Was da an bürokratischem Aufwand verlangt wird, da schüttelt man als Ehrenamtlicher nur den Kopf.“ Der Stadtverwaltung stellt Saladdino allerdings ein gutes Zeugnis aus: “Der Bürgermeister und alle Verantwortlichen haben uns seit der Übernahme der Oesterhalle sehr gut unterstützt.”

Andrea Saladdino, Vorsitzender des Schützenvereins Oestertal, berichtete den SPD-Mitgliedern und Bürgermeister Ulrich Schulte, dass die Bewirtschaftung der Oesterhalle durch den Schützenverein gut funktioniere. Foto: Bernhard Schlütter

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