TEILEN

Hagen. Die Hagener SPD-Fraktion übt scharfe Kritik am Kämmerer der Stadt. Jüngster Anlass. Die beabsichtigte Schließung des Lennebades in Hohenlimburg. “Mit tatkräftiger Unterstützung des Kämmerers Christoph Gerbersmann (CDU) wurde am Donnerstag die einmalige Chance vertan, mit Fördermitteln des Bundes den Erhalt des Hohenlimburger Richard-Römer-Lennebades zu sichern”, schreibt die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hagen in einer Pressemitteilung.

„Unser Vorschlag, zu Beginn des Jahres noch einmal alle Fakten und Zahlen zusammenzutragen und dann zu entscheiden, ob Fördermittel in Höhe von 700 000 Euro nun in die energetische Sanierung des Verwaltungsgebäudes an der Böhmerstraße oder ins Lennebad fließen sollen, wurde im Rat rigoros abgeblockt. CDU, Grüne, FDP und auch Hagen Aktiv haben damit deutlich gemacht, dass sie wie Christoph Gerbersmann das Bad schließen wollen“, kritisiert SPD-Fraktionsvorsitzender Mark Krippner.

Für ihn ist das Thema damit noch nicht erledigt: „Mit der Schließung des Lennebades werden sowohl das Schulschwimmen als auch der Wassersport in Hohenlimburg begraben. Das lassen wir nicht zu.“ Er sichert “das weitere Festhalten der SPD am Lennebad und an den Freibädern zu”.

Anzeige

Nicht nur die Badschließungspläne kritisieren die Sozialdemokraten. An Ideen mangele es dem Kämmerer auch bei der Aufstellung des Doppelhaushaltes 2016/17, schreibt die SPD. So würden “längst abgehakte Konsolidierungsmaßnahmen erneut in den ‘Katalog’ eingestellt und unter der Rubrik ‘Nicht beschlossene Altmaßnahmen’ geführt”. Krippner in Richtung Kämmerei: „Das ist nicht nur irreführend, das ist auch falsch. Nur zwei Beispiele: Über die Sportstätten-Nutzungsgebühr und die Nutzungsgebühr für Schwimmbäder wurde abgestimmt. Beide Konsolidierungsmaßnahmen wurden vom Rat auf Initiative der SPD-Fraktion abgelehnt und durch andere Maßnahmen ersetzt. Und dabei bleibt es auch.“

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here