Lugk
Bettina Lugk möchte als Nachfolgerin der SPD-Bundestagsabgeordneten Dagmar Freitag in den Deutschen Bundestag einziehen. Foto: Baumeister

Lennetal. Bettina Lugk macht ernst. Nach ihrer äußerst knappen Nominierung bei der Ausstellungsversammlung im Neuenrader Kaisergarten stellte sich die neue SPD-Bundeskandidaten am Donnerstag (25. Februar) bei einer Video-Pressekonferenz den Medien im Märkischen Kreis.

Eine Nachricht, auf die viele gewartet haben, vorweg: Die 38-Jährige aus dem brandenburgischen Ludwigsfelde verlegt ihren Wohnsitz in Kürze in ihren Wahlkreis. Zunächst wird sie an Wochenenden und freien Tagen zwischen Hönne und  Lenne unterwegs sein, um Land und Leute besser kennenzulernen. Im Frühsommer steigt sie dann in Fulltime in die Arbeit vor Ort ein.

Nicht mit Wehmut oder Trauer

Bettina Lugk kommt mit den besten Empfehlungen. „Ich freue mich, dass die SPD eine junge und erfolgversprechende Nachfolgerin für mich gefunden hat“, sagte Dagmar Freitag, die nach 27 Jahren aus dem Bundestag ausscheidet. Sie scheide nicht mit Wehmut oder Trauer, betonte Dagmar Freitag. Allerdings räumte sie ein: „Es ist schon ein sonderbares Gefühl bei einer Videokonferenz meiner potenziellen Nachfolgerin gegenüberzusitzen.“ Die scheidende Bundestagsabgeordnete empfiehlt: „Bettina Lugk soll ihren eigenen Weg gehen und keinesfalls ihre Vorgängerin kopieren.“

Gordan Dudas: Herkunft nicht entscheidend

Auf die Kandidatin warten große Aufgaben. Im Fall ihrer Wahl müsse sie den demografischen Wandel, die Digitalisierung sowie die Transformation der Industrie in der südwestfälischen Region begleiten, erläuterte SPD-Unterbezirksvorsitzender Gordan Dudas. Dazu komme das wichtige Arbeitsgebiet Klimaschutz. Dass Lugk keine Kandidatin aus dem Märkischen Kreis ist, hält Dudas nicht für einen Nachteil. „Ausschlaggebend ist, dass sie sich mit den Themen beschäftigt, die den Menschen unter den Nägeln brennen.“

Bettina Lugk: “Mein Profil passt zum Wahlkreis”

Bettina Lugk verfügt aufgrund der Verwaltungspartnerschaft zwischen Brandenburg und Nordrhein-Westfalen über gute Kontakte in das Land zwischen Rhein und Weser. „Als ich mich gefragt habe, ob mein Profil zum Wahlkreis passt, stand meine Entscheidung schnell fest“, sagte sie.

Die 38-Jährige ist Wirtschaftsgeografin, hat sich zur Verwaltungsfachwirtin weitergebildet und im April 2018 an der Universität Kassel den Master of Public Administration erworben. Parallel dazu arbeitete sie in der Bundestagsverwaltung.

Bettina Lugk ist seit 2005 SPD-Mitglied und hat in der Ludwigsfelder SPD-Fraktion im Laufe der Jahre zahlreiche Aufgaben übernommen. Zurzeit fungiert sie unter anderem als Vorsitzende der Stadtverordnetenversammlung.

Digitalisierung, Klimaschutz, Wirtschaft und die Verkehrswende sollen Schwerpunkte ihrer Arbeit werden. „Unter anderem müssen wir dafür sorgen, dass die Menschen gesund mit dem Fahrrad von A nach B kommen“, sagte sie.

Volle Unterstützung zugesichert

Sie freue sich auf die Arbeit und hoffe darauf, dass sie mit einem starken Team und einer geschlossenen Partei antreten könne. Ihr Gegenkandidat Yalcin Geyhan, der bei der Aufstellungsversammlung in Neuenrade nur eine Stimme weniger erhalten hatte als Bettina Lugk, habe ihr bereits jede Unterstützung zugesichert.

Zur Frage wie der Wahlkampf in Pandemiezeiten aussehen werde, hielt sich SPD-Unterbezirksvorsitzender Gordan Dudas noch zurück. Nur so viel: „Wir werden einen alternativen Wahlkampf mit einigen Überraschungen führen“, kündigte er an.

Info: Zum Wahlkreis 150 Märkischer Kreis II gehören die Kommunen Altena, Balve, Hemer, Iserlohn, Menden, Nachrodt-Wiblingwerde, Neuenrade, Plettenberg und Werdohl.

 

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