Sparkassenvorstand Thorsten Haering und Markus Hacke, Lüdenscheids Bürgermeister Sebastian Wagemeyer, Oliver Fröhling (Vorsitzender des Verwaltungsrates), Halvers Kämmerer und Erster Beigeordneter Simon Thienel. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid/Hagen. Grünes Licht aus dem Märkischen Kreis: Die Zweckverbandsversammlung der Sparkasse Lüdenscheid hat heute (24. Juni) dem Zusammenschluss mit der Sparkasse HagenHerdecke einstimmig zugestimmt. Jetzt steht noch die Zustimmung der Zweckverbandsversammlung HagenHerdecke aus. Dieses Gremium tagt am 28. Juni. Sollte es ebenfalls zustimmen, entsteht mit der Fusion die achtgrößte Sparkasse (Bilanzsumme sechs Milliarden Euro) im Westfälisch-Lippischen Sparkassenverband.

Die Gründe für den Zusammenschluss liegen für Sparkassenvorstand Markus Hacke auf der Hand. „Das andauernde Niedrigzinsniveau und die hohen regulatorischen Anforderungen setzen die Institute teilweise erheblich unter Druck“, sagte er bei der Versammlung im Verwaltungsgebäude der Sparkasse am Sauerfeld. Er rechnet auch damit, dass die längerfristigen Folgen der Corona-Pandemie die Regionalbanken belasten werden. Außerdem stelle der unerwartete Ukraine-Konflikt die Kreditinstitute vor Unsicherheiten.

Seit 1990 mehr als halbiert

Viele Sparkasse hätten in der Vergangenheit eine Fusion als strategische Option in Betracht gezogen. So habe sich die Zahl der Sparkassen seit 1990 mehr als halbiert.

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Aus Sicht von Kundinnen und Kunden, der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch aus Sicht der Region ergeben sich laut Markus Hacke zahlreiche Vorteile. Ein wichtiger Aspekt dabei: Durch eine Fusion und eine dauerhaft betriebswirtschaftlich solide Basis des Instituts könne die Sicherstellung der Finanzleistungen vor Ort und digital sichergestellt werden. Auf der Basis der neuen Eigenkapitalsituation ergäben ich zudem neue Wachstumschancen.

Unter dem Strich werde eine nachhaltig leistungsstärkere Sparkasse entstehen, die für die Herausforderung der Zukunft besser gewappnet sei.

Wagemeyer: Keine Zweifel am Erfolg

Bürgermeister Sebastian Wagemeyer räumte als Vorsitzender der Zweckverbandsversammlung ein: „Viele von uns sind mit gemischten Gefühlen an die Fusion herangegangenen.“ Inzwischen habe er aber keine Zweifel mehr am Erfolg. „Wir setzen hohe Erwartungen und große Hoffnungen in Sie“, sprach er Markus Hacke und seinen Vorstandskollegen Thorsten Haering direkt an.

Vorbehaltlich der Zustimmung der Zweckverbandsversammlung HagenHerdecke und der Aufsichtsbehörden bleibt jetzt nicht mehr viel Zeit. Die geschäftlichen Ablaufe des neuen Kreditinstituts, das „Sparkasse an Volme und Ruhr“ heißen soll, müssen sich 31. August sichergestellt sein. Die Fusion soll dann rückwirkend ab 1. Januar 2022 in Kraft treten.

 

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