Symbolfoto: Michael Gaidi/pixabay.com

Lüdenscheid/Hagen. Die Vorbereitungen zur Fusion der beiden Sparkassen Lüdenscheid und HagenHerdecke sind abgeschlossen. Jetzt müssen die politischen Vertreter der Trägerstädte über die Fusion der beiden kommunalen Kreditinstitute beschließen. Die Lüdenscheider Zweckverbandsversammlung tagt am 24. Juni, die HagenHerdecker am 28. Juni 2022. Das haben die beiden Sparkassen am heutigen Mittwoch (25. Mai) mitgeteilt. Das neue Geldhaus soll „Sparkasse an Volme und Ruhr“ heißen.

Zusammenschluss empfohlen

Im Februar hatten die Verwaltungsräte der beiden Sparkassen die Vorstände beauftragt, Fusionsgespräche aufzunehmen. Diese sind nun abgeschlossen. Auf Arbeits und auf Vorstandsebene wurden Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Zukunftsperspektiven aus
gelotet. Die Arbeitsgruppen haben ihre Ergebnisse kürzlich vorgelegt, so dass die beiden Verwaltungsräte über die weitere Vorgehensweise entscheiden können. Auf dieser Basis wurden heute bzw. am 19. Mai die Verwaltungsräte der beiden Sparkassen angehört. Dort wurde beschlossen, den Trägern der Sparkassen den Zusammenschluss zu empfehlen.

Für die allermeisten Kunden werde die Fusion kaum spürbar sein, heißt es in der Mitteilung. So soll der derzeitige Umfang an Finanzdienstleistungen in Form von mindestens einer personenbesetzten Geschäftsstelle je Trägerkommune bis Ende 2028 erhalten bleiben. Daneben wird ein breites Angebot an weiteren Zugangswegen vorgehalten, beispielsweise per Video oder Telefonberatung. Die Kunden können den Weg wählen, wie sie Service und Beratung in Anspruch nehmen.

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Größere Einheiten – bessere Möglichkeiten

Hintergrund für die Fusionsbestrebungen ist die Erkenntnis, dass die Sicherung des Sparkassenwesens vor Ort in größeren Einheiten deutlich bessere Möglichkeiten eröffnet. Der größere Wirtschaftsraum bietet mehr Potenzial im Markt und auch Herausforderungen, wie der demographische Wandel, die Digitalisierung, die Regulatorik sowie das Niedrigzinsniveau lassen sich besser meistern. Im Ergebnis wird das nachhaltige Geschäftsmodell weiter gestärkt, die Arbeitgeberattraktivität erhöht und Arbeitsplätze gesichert. Ob beispielsweise über die Gewerbesteuerzahlungen oder das hohe gesellschaftliche Engagement, von der Wirtschaftskraft profitiert die gesamte Region.

Sitzungen am 24. und 28. Juni

Final entscheidendes Gremium ist auf beiden Seiten die jeweilige Zweckverbandsversammlung. Hier beschließen die politischen Vertreter der Trägerstädte über die Fusion der beiden kommunalen Kreditinstitute. Die Lüdenscheider Zweckverbandsversammlung tagt am 24. Juni, die HagenHerdecker am 28. Juni 2022. Sollten beide Gremien positiv entscheiden, erfolgt der Zusammenschluss vorbehaltlich aufsichtsbehördlicher Zustimmung rückwirkend zum 1. Januar 2022.

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