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Scheckübergabe auf der neuen Dachterrasse mit Dr. Jens Beckmann, Markus Hacke, Sabine Große, Wilfried Koopmann und Ralf Lohscheller. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid. Gute Nachrichten für das neue Amalie-Sieveking-Hospiz: Die Spezialbetten für die künftigen Hospiz-Gäste sind rechtzeitig vor dem geplanten Umzug an die Bonhoefferstraße im September eingetroffen. Am gleichen Tag überreichte Markus Hacke, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Lüdenscheid, einen Spendenscheck über 20.000 Euro. Damit unterstützt die Sparkasse die Umbauarbeiten am ehemaligen Wohnheim und den Umzug des Hospizes von der Sedanstraße an den neuen Standort Bonhoefferstraße.

Standort Lüdenscheid ist für uns wichtig

„Wir danken der Sparkasse und allen Spendern, die bislang unsere Planungen so großzügig mitgetragen haben“, erklärten Wilfried Koopmann und Dr. Jens Beckmann vom Vorstand der Evangelischen Perthes-Stiftung. „Der Standort Lüdenscheid ist für uns wichtig. Hier fühlen wir uns zuhause.“

Der Umbau des Gebäudes neben dem Seniorenzentrum der Evangelischen Perthes-Stiftung wird unter dem Strich rund 2,75 Millionen Euro kosten. Rund eine Million Euro davon müssen über Spenden aufgebracht werden.

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Acht Zimmer auf zwei Ebenen

Im Erdgeschoss wird eine moderne Tagespflege eingerichtet. Sie soll am 1. Oktober ihren Betrieb aufnehmen. Dazu kommt eine Physiotherapie-Praxis. Auf den Ebenen drei und vier befinden sich die acht die Zimmer für die Hospizgäste, die hier ihre letzte Lebensphase verbringen. Jedes Zimmer verfügt über einen eigenen Balkon und immobile Hospizgäste können mit einem Pflege-Liegestuhl auch auf die große Dachterrasse mit einem vorgelagerten Wintergarten begleitet werden.“ Zwei An- und Zugehörigenzimmer, ein gemeinschaftliches Wohnzimmer mit angrenzender Küche sowie ein Wellnessbad gehören ebenfalls zum Qualifizierungsstandard. So entsteht ein Ort, an dem Zeit und Raum ist für gemeinsamen Abschied, für Nähe und letzte Gespräche. Die Wünsche, die Würde und die Bedürfnisse des Sterbenden stehen dabei stets im Mittelpunkt.

Sie werden von Einrichtungsleiterin Sabine Große und ihrem 18-köpfigen Team betreut. Dazu kommen 28 ehrenamtliche Helfer, die die Hospizarbeit der Evangelischen Perthes-Stiftung in Lüdenscheid unterstützen.

Zum Hintergrund: Das Hospiz Lüdenscheid nimmt seit seiner Gründung im Jahr 1996 sterbende Menschen auf, denen ein Verbleib Zuhause nicht möglich ist. Viele dieser Menschen haben Krebs im Endstadium. Die dafür aufwendige Pflege und umfassende Betreuung ist nicht immer bis zuletzt im gewohnten zu Hause möglich.

Der Stiftungsrat der Evangelischen Perthes-Stiftung (EPS) hatte 2018 Jahr dem Vorhaben für einen neuen Standort des in die Jahre gekommenen Hospiz Lüdenscheid grünes Licht gegeben.

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