Fusiongespräche sind für Torsten Rath und Roman Kappius angesichts der guten Geschäftslage der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen kein Thema. Foto: Wolfgang Teipel

Meinerzhagen/Kierspe. Der Vorstand der Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen blickt positiv auf das Geschäftsjahr 2021 zurück. Trotz der noch nicht überwundenen Corona-Pandemie und der weiterhin andauernden Niedrig- und Negativzinsphase ist das zurückliegende Geschäftsjahr deutlich besser verlaufen als ursprünglich zu erwarten gewesen wäre.

Durch die positive Entwicklung in fast allen Geschäftsbereichen konnte – entgegen den Trend – das Betriebsergebnis im Vergleich zum Vorjahr verbessert werden. Vor diesem Hintergrund sieht Sparkassendirektor Roman Kappius aktuell auch keine Notwendigkeit sich mit dem Thema „Fusion“ zu beschäftigen. Auch wenn aktuell eine Konsolidierungsphase im Sparkassensektor mit einhergehenden Filialschließungen zu erkennen ist, versichern Roman Kapppius und sein Vorstandskollege Torsten Rath, werde die Sparkasse auch zukünftig als leistungsfähiger Finanzpartner in beiden Städten flächendeckend vertreten sein.

Die Kennzahlen

Die Bilanzsumme ist nach dem vorläufigen Jahresabschluss um 60,8 Mio. Euro auf 828,1 Mio. Euro bzw. 7,9 Prozent angestiegen. Ursächlich hierfür war insbesondere eine starke Kreditnachfrage. Mit rund 94,0 Mio. Euro liegen die Kreditneuausleihungen weiter auf einem hohen Niveau und haben zu einem Anstieg der Kreditbestände um rd. 7,3 Prozent geführt. Schnelle Entscheidungen vor Ort und eine gute Kundenbindung sind ein wichtiger Baustein für das sehr erfolgreiche Kreditgeschäft.

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Auch im Bereich der Vermögensbildung der Kunden verzeichnet die Sparkasse eine Steigerung von 6,1 Prozent. Hier ist es gelungen, die Kundinnen und Kunden stärker vom Wertpapiergeschäft zu überzeugen, damit diese einen inflationsbedingten Realwertverlust vermeiden. Dies führte zu einem Anstieg der Kunden-Wertpapierbestände um 24,0 Prozent auf 120,0 Mio. Euro.

Junge Kunden binden

Um auch den jungen Kunden der Sparkasse das Thema Sparen näher zu bringen hat es die Sparkasse besonders gefreut, dass im letzten Jahr der Weltspartag wieder vor Ort stattfinden konnte. Als Finanzpartner in Kierspe und Meinerzhagen ist es der Sparkasse ein Anliegen die Kundinnen und Kunden von Anfang an durch alle Lebensphasen zu begleiten. Und der Weltspartag ist gerade für die „kleinsten“ Kunden ein besonderes Highlight.

Und auch für Kundinnen und Kunden im Alter von durchschnittlich 15-18 Jahre bietet die Sparkasse einmal im Jahr mit dem Planspiel Börse eine spannende Möglichkeit ins Thema Finanzen und Aktien hinein zu schnuppern. In der letzten Spielrunde waren über 150 Schülerinnen und Schüler sowie natürlich die eigenen Sparkassen-Auszubildenden beteiligt. Die Sparkasse freut es sehr, wie gut die drei weiterführenden Schulen dieses Angebot angenommen haben. Mittlerweile wurde das Planspiel Börse an einigen Schulen sogar fest in den Lehrplan aufgenommen.

Nähe zur Region

Die Nähe zur Region soll beibehalten werden und das spiegelt sich auch in der neuen Kampagne „DEIN HEIMSPIEL“ wider. Ziel ist es, die Verbundenheit und das Engagement in den beiden Volmestädten für die Kundinnen und Kunden sichtbar zu machen.

So wurde Mitte des Jahres auch ein neuer Geldautomat an der Grotmicke in Meinerzhagen eröffnet, nachdem der bisherige Standort auf Basis einer LKA-Empfehlung geschlossen werden musste. Des Weiteren wurden zwei weitere Neuanschaffungen in der zweiten Jahreshälfte eingeweiht. Mit je zwei E-Ladesäulen an den Hauptstellen in Kierspe und Meinerzhagen wurde das Thema Nachhaltigkeit weiter vorangetrieben.

Auch das Engagement im Bereich Schule, Soziales und Kultur bleibt ein sehr wichtiges Thema für die Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen. Zahlreiche Sport- und Fördervereine sowie soziale Einrichtungen erhielten im letzten Jahr Unterstützung. Informationen dazu gibt es auch im neuen Sparkassenblog www.deinheimspiel.de. Hier informiert die Sparkasse Kierspe-Meinerzhagen ab sofort regelmäßig über Vereinsunterstützung, Sponsoring und Veranstaltungen.

Sorgen im Geschäftsjahr 2022

Die Aussichten für das Geschäftsjahr 2022 sind geprägt durch das regionale Thema „Sperrung der Talbrücke Rahmede“, sowie natürlich seit dem 24.02.2022 durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine. Beide Themen umtreiben die Kunden aktuell natürlich sehr stark.

Seit Anfang März 2022 können Unternehmen, die von der Sperrung der Rahmedetalbrücke betroffen sind, zinsvergünstigte Kredite mit Tilgungszuschüssen beantragen. Diese Kredite werden vom Land NRW gefördert. Für die Unternehmen im Geschäftsgebiet ist es extrem wichtig, Wettbewerbsfähigkeit und Liquidität zu erhalten. Auch hier steht die Sparkasse den Kundinnen und Kunden beratend zur Seite und unterstützt bei der Beantragung der Förderkredite.

Hoffen auf friedliche Lösung in der Ukraine

Die nachhaltigen wirtschaftlichen Auswirkungen durch den Krieg gegen die Ukraine sind aktuell nicht absehbar. Deutliche Preissteigerungen, vor allem im Energiebereich, treiben die Inflationserwartungen für das Jahr 20222 deutlich nach oben.

Der Vorstand hofft, dass es zeitnah zu einer friedlichen Lösung in der Ukraine kommt, damit das Leiden der ukrainischen Bevölkerung schnellstmöglich beendet wird und die volkswirtschaftlichen Auswirkungen nicht in einer Rezession enden.

 

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