Boxring
Detlef Krüger (Märkischer Kreis), Anne Alban (SPD-MK), Ingo Starin und Klaus Sonnabend (KultStädte e. V.) sowie Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper stellten das Konzept für den Band Contest am 16. November vor. Foto: Wolfgang Teipel

Lüdenscheid/Märkischer Kreis. Barbara Dienstel-Kümper geht das Herz auf, wenn sie WDR 4 hört. „Oldies aus den 1970er und 1980er, das ist meine Musik“, sagt sie. Aber sie räumt ein: „Das ist nicht gerade der Sound, um den musikalischen Nachwuchs im Kreis zu fördern.“ Sie möchte etwas ganz anders. Etwas „Schräges“, wie sie sagt. Jetzt hat sie es. Zusammen mit dem Lüdenscheider Verein KultStädte stellt der Märkische Kreis am 16. November einen Band Contest auf die Beine, den es so noch nicht gegeben hat.

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Im Festsaal Hohe Steinert werden sich an diesem Abend acht Bands batteln und zwar im Wortsinne. Sie steigen in einen Boxring. „Spielt eure Gegner in drei Runden in den K. o.“ lautet das Motto. Dabei wird es allerdings ganz gesittet zugehen. Kein Musiker muss etwa Boxhandschuhe überziehen.

Voller Sound für zwei Minuten

Am Freitag erläuterten Ingo Starink und Klaus Sonnabend von KultStädte e. V., was es mit dem brachialen Motto auf sich hat. Sie sind die Erfinder des Veranstaltungsformats und hoffen auf großen Zuspruch.

Worum geht es? Nach einer Bewerbungsphase und einer Vorauswahl werden am 16. November ab 19 Uhr insgesamt acht Bands in den Ring steigen. Jeweils zwei treten gegeneinander an. Sie müssen sechs wechselweise in drei Runden mit drei Stücken à zwei Minuten präsentieren. Die Sieger kommt eine Runde weiter. Musik im K.O.-System. Die beiden besten Bands werden sich im Finale gegenüberstehen und im nachgebauten Boxring noch einmal alles geben.

Ohne Konzept klappt’s nicht

Das Konzept fordert einiges von den Musikern, die aus dem Märkischen Kreis stammen und nicht älter als 27 Jahre sein sollen. „Klar, dass sie eigene Stücke spielen müssen“, sagt Klaus Sonnabend. Cover-Versionen sind beim Band Contest tabu. „Schließlich wollen wir mit dieser Veranstaltung die Kreativität auf der Szene fördern.“ Dazu kommt: „Ganz so wie bei üblichen Konzerten können die Bands nicht antreten.“ Gerade mal zwei Minuten für ein Stück: „Da muss man sich vorher gut überlegen, wie man das anpackt“, sagt Ingo Starink.

“Beat the band” – das wird spannend

„Beat the band“ – das wird spannend. Equipment wird gestellt. Schlagzeuge, Keyboards und Verstärker werden im Ring stehen. „Eigene Gitarren dürfen natürlich eingestöpselt werden“. Auf Loopstations oder andere technische Hilfsmittel soll verzichtet werden. „Alle müssen unter den gleichen Bedingungen antreten“, lautet das Motto.

Ingo Starink von KultStädte e. V. wünscht sich echte Boxkampf-Atmosphäre. Foto: pixabay.com

Preise gibt’s auch

Preise gibt’s selbstverständlich auch. Ein Auftritt auf der KultStädte-Bühne beim Lüdenscheider Stadtfest 2019 (gegen Gage) ist im Pott, ebenso ein Studio-Wochenende im Music Store zur Produktion einer CD oder eines Music-Videos. Auch ein Gutschein für einen Einkauf bei einem bekannten Versender für Musikinstrumente und Musiktechnik ist drin.

Bewerbungsphase beginnt am 1. Juni

Ab 1. Juni können sich Bands bewerben, indem sie Material auf eine Homepage laden, die für den Band Contest eingerichtet werden. Auch auf der Seite http://www.kultstaedte.de/ wird ein Button zu finden sein, der zu dieser Seite führt.

Ingo Starink träumt schon vom stylischen 50er-Jahre-Mikro, das von der Decke baumelt, mit dem Ringsprecher die Bands ansagt und vom Publikum, das sich rund um den Ring drängelt. Er wünscht sich tatsächlich echte Boxkampf-Atmosphäre.

SPD-Fraktion brachte den Stein ins Rollen

Auch Anne Alban ist gespannt auf den Abend. Sie ist Mitglied der SPD-Kreistagsfraktion, die mit einem Antrag den Stein ins Rollen gebracht hat. Die märkischen Sozialdemokraten und schließlich auch der komplette Kreistag wollten nicht hinnehmen, dass es keine Nachfolgeveranstaltung für das 2011 eingestellte „Burgrock“-Festival auf der Burg Altena geben sollte.

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