Landrat Marco Voge und Bürgermeister Hubertus Mühling eröffneten das Museumsfest an der Luisenhütte in Wocklum. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

Balve/Märkischer Kreis. (pmk). Der offizielle Saisonauftakt an der Luisenhütte stand unter einem guten Stern. Sonnenschein und 26 Grad Celsius lockten nach Schätzungen des Fachdienstes Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises etwa 1.700 Menschen zur historischen Hochofenanlage nach Balve-Wocklum.

Seit 2013 wird an der ältesten mit vollständiger Einrichtung erhaltenen Hochofenanlage Deutschlands – der Luisenhütte in Balve-Wocklum – das Museumsfest gefeiert. Allerdings nicht durchgängig. Aufgrund der Corona-Pandemie musste die Veranstaltung in den vergangenen zwei Jahren pausieren. Umso größer war die Vorfreude auf den 15. Mai 2022. Denn der offizielle Saisonauftakt bei freiem Eintritt stand in diesem Jahr im wahrsten Sinne des Wortes unter einem guten Stern. Bei 26 Grad Celsius strahlte die Sonne von einem nahezu wolkenlosen Himmel und lockte zahlreiche Menschen zur Luisenhütte. Der Fachdienst Kultur und Tourismus des Märkischen Kreis geht über den Tag hinweg von etwa 1.700 Besuchern aus.

Landrat Marco Voge: „Ein Tag unter Freunden“

Sie waren ebenso angetan von der Veranstaltung wie Landrat Marco Voge, der mit seiner Familie zur Luisenhütte gewandert war und gemeinsam mit Balves Bürgermeister Hubertus Mühling das Museumsfest eröffnete. „Wir dürfen uns auf einen wunderschönen Tag vor historischem Ambiente freuen. Ein Tag unter Freunden. Denn unsere Freunde aus unserem Partnerkreis Ratibor sowie aus Elbe-Elster verwöhnen uns heute mit Spezialitäten aus ihrer Heimat. Beide Kreise sind immer eine Reise wert.“ Darüber hinaus bedankte sich der Landrat bei der Kreispolizeibehörde, die Tipps zur Verkehrsunfallprävention gab, beim Team des Fachdienstes Kultur und Tourismus des Märkischen Kreises für die Organisation sowie bei allen, die an diesem Tag zu einem gelungenen Rahmenprogramm beitrugen.

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Partnerkreise fühlen sich wohl

Mehr als zehn Stunden hatte die Anreise für Mariola Wolnik, Grzegorz Mederski und Zuzanna Szreder aus dem polnischen Partnerkreis Ratibor gedauert. „Es ist wunderbar hier. Wir fühlen uns sehr wohl“, sagte Zuzanna Szreder, die am Stand polnische Spezialitäten für die Besucherinnen und Besucher parat hatte. Philipp Strelitz, Brot-Sommelier Paul Müller und Bernd Woite waren als „B(r)otschafer“ aus dem brandenburgischen Landkreis Elbe-Elster zu Gast. Müller berichtete nicht nur über die Geschichte des Brotes und der knapp 3.200 deutschen Sorten, sondern auch darüber, welches Brot zu welchem Gericht und Anlass passt. Natürlich waren auch entsprechende Kostproben möglich.

Rahmenprogramm

Zum Rahmenprogramm zählten die Kostümführungen durch das Industriemuseum mit Gräfin Luise (alias Christa Möntmann) und Hüttenknecht Ferdinand (alias Detlef Becker). Ritter Otto, das Maskottchen der Burg Altena, stand bei den Kindern als Fotomotiv hoch im Kurs. Die kleinen Besucher konnten in der „Mitmachschmiede“ ein Messer schmieden. Am Stand der Kreisimker wurden Kerzen aus Bienenwachs gezogen. Die Oldtimerfreunde Altenaffeln hatten historische Trecker mitgebracht. Die vier Musiker der mobilen Band „ComboCombo“ spielten Klassiker aus Pop, Rock und Jazz und trugen zur beschwingten Stimmung bei. Die Greifvogelschau der Falknerei Pierre Schmidt mit spektakulären Flugkünsten rundete den Tag ab.

Für die kulinarische Seite war ebenfalls gesorgt: Der Schwimmverein Wasserfreunde Balve verkaufte Kaffee und Kuchen, die Imker boten Getränke und Bratwurst an. Die herzhaften Spezialitäten kamen vom türkisch-islamischen Verein Balve.

Zum Rahmenprogramm zählten unter anderem die Kostümführungen mit Gräfin Luise (alias Christa Möntmann). Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis
Die vier Musiker der mobilen Band ComboCombo spielten Klassiker aus Pop, Rock und Jazz und trugen zur beschwingten Stimmung bei. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis
Die kleinen Besucher waren in der Luisenhütte gefordert: Beim Zinnguss in der Gießhalle entstanden Anhänger, Schmuckstücke und Münzen. Foto: Alexander Bange / Märkischer Kreis

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