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Landrat Thomas Gemke (rechts) eröffnete die Fotoausstellung im Deutschen Drahtmuseum in Altena. Klaus Storch freut sich seine Bilder in seiner Heimatstadt ausstellen zu können. Foto: Bernadette Lange/Märkischer Kreis


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Altena. (pmk) Für sechs Monate zeigt der Fotograf Klaus Storch seinen besonderen Blickwinkel auf Draht im Deutschen Drahtmuseum in Altena. Wie facettenreich der unscheinbare Werkstoff sein kann, macht der Burgstädter anhand von 65 verschiedenen Bildern deutlich.

Die Verbindung von Draht und Fotografie weckt großes Interesse: Das wurde bei der Ausstellungseröffnung “Endlos – Drahtfotografie von Klaus Storch” deutlich, die jetzt im Deutschen Drahtmuseum eröffnet wurde. 171 Besucher kamen am Sonntagmorgen (1. März) in die Fritz-Thomée-Straße 12. “Das ist für eine Sonderausstellung im Drahtmuseum ein Besucherrekord”, zeigte sich Museumsleiter Stephan Sensen sehr zufrieden.

“Die Arbeiten von Klaus Storch führen eine eigene Sichtweise des Drahtes vor”, so Landrat Thomas Gemke in seiner Eröffnungsrede: “Sie bezeugen, wie spannend sich das Sujet im Medium Fotografie darbietet.” Als gebürtiger Altenaer konnte sich der Fotograf dem Thema nicht verschließen. Die Bilder entstanden in Drahtfabriken in Altena und Umgebung. Vier Jahre lang besuchte Klaus Storch die Produktionsstätten. Ganz bewusst tragen die Motive keine Titel: Nichts soll vom Bilderlebnis ablenken. Storchs Augenmerk gilt dem Draht als solchem und den Fabrikhallen der Betriebe. 65 Fotos sind im Deutschen Drahtmuseum zu sehen.



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Dr. Agnes Zelck, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Museen des Märkischen Kreises, führte in das Thema der Ausstellung ein: “Klaus Storch vereint die Wahrhaftigkeit eines Industrieerzeugnisses – des Drahtes – und seines Produktionskontextes mit kompositorischen und verfremdenden Elementen. Damit gelingt es ihm, ein Thema gekonnt in Szene zu setzen, dem wir eher eine nicht allzu fotogene Wirkung zuschreiben würden.” Die Sonderausstellung läuft bis zum 6. September.

Für den musikalischen Rahmen sorgte das Trio “TW” aus Essen, das mit Klassik und Jazz die Besucher unterhielt. Passend zum Thema spielten die drei Musiker auf Saiteninstrumenten aus Draht.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch mit 113 Seiten und mehr als 110 Abbildungen zum Preis von elf Euro. Es ist in den Museumsshops erhältlich oder kann beim Verlag (Tel. 0211/9152881, E-Mail kontakt@schwarzbunt-verlag.de) bestellt werden.

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