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Thorsten Schick (links) und Marco Voge hatten sich bei Heimatministerin Ina Scharrenbach für Traditions- und Brauchtumsvereine stark gemacht. Foto: Frank Boss

Märkischer Kreis. Das Land Nordrhein-Westfalen wird jetzt auch bedrohten Traditions- und Brauchtumsvereinen unter die Arme greifen. Die Landesregierung hat das Sonderprogramm „Heimat, Tradition und Brauchtum“ ins Leben gerufen. Gibt der Haushaltsausschuss des Landtags am kommenden Montag, 29. Juni, „Grünes Licht“, werden Finanzmittel in Höhe von insgesamt 23 Millionen Euro aus dem NRW- Rettungsschirm plus 5 Mio. Euro aus dem laufenden Haushalt bereitgestellt. Anträge können dann ab dem 15. Juli bei den jeweiligen Bezirksregierungen gestellt werden. Das teilen die beiden CDU-Landtagsabgeordneten Thorsten Schick und Marco Voge mit.

Die beiden heimischen Landtagsabgeordneten hatten in den vergangenen Wochen und Monaten zahlreiche Gespräche mit Schützen- und Heimatvereinen aus der Region sowie mit Heimatministerin Ina Scharrenbach geführt und sich für eine finanzielle Unterstützung seitens der Landesregierung stark gemacht. „Das ist eine sehr gute Nachricht und ganz klar eine Stärkung des Ehrenamts in unserer Region. Unsere Schützen- und Brauchtumsvereine stehen für Tradition und Gemeinschaft. Sie geben den Menschen auch in der heutigen, schnelllebigen Zeit das gute Gefühl, Werte und Traditionen zu erhalten. Und sie machen ein Angebot zum Miteinander, das weit über die Reihen der eigenen Mitglieder und ihrer Familien hinausreicht. Schützen- und Brauchtumsvereine vertiefen die Bindung zu unserer Heimat.“

Einmaliger Zuschuss von 15.000 Euro

Durch die Corona-Pandemie sind einige Vereine in Schwierigkeiten gekommen, weil Großveranstaltungen verboten und Einnahmen weggebrochen sind. Gleichzeitig sind Vereine auf ihren Kosten sitzen geblieben, denn die Vereins- oder Veranstaltungsräumlichkeiten müssen unterhalten, Mieten entrichtet oder andere Fixkosten getragen werden. „Genau da setzt das Sonderprogramm der Landesregierung an“, berichten Thorsten Schick und Marco Voge. „Traditionsvereine können – vorbehaltlich der Beschlussfassung des Haushaltsausschusses am Montag – einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro beantragen.“



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Antragsberechtigt sind gemeinnützige Vereine oder Organisationen, die im Sinne ihrer satzungsgemäßen Aktivitäten den Bereichen Heimat, Tradition und Brauchtum zuzuordnen sind. Sie sollen „zur Überwindung eines durch die Corona-Krise verursachten existenzgefährdenden Liquiditätsengpasses beim Land Nordrhein- Westfalen einen einmaligen Zuschuss in Höhe von bis zu 15.000 Euro beantragen können“, heißt es beim Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW.

Voraussetzung für die Gewährung der Sonderhilfe ist die Vermeidung eines durch die Corona-Pandemie verursachten Liquiditätsengpasses, der zu einer Existenzgefährdung in Form einer drohenden Zahlungsunfähigkeit führen könnte. Die existenzbedrohende wirtschaftliche Lage bzw. der finanzielle Engpass muss aufgrund des Wegfalls von Einnahmen oder nicht zu verhindernden Ausgaben durch die Corona-Pandemie eingetreten sein, so das Heimatministerium.

Hintergrund

Sobald der Landtag Nordrhein-Westfalen am Montag, 29. Juni, die Finanzmittel aus dem NRW-Rettungsschirm freigegeben hat, kann das Sonderprogramm starten. Detaillierte Informationen und die Förderkriterien sind dann auf der Homepage des Ministeriums für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen (https://www.mhkbg.nrw/) abrufbar. Anträge können ab dem 15. Juli gestellt werden.

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