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Menschen mit Behinderungen aus dem Blindenwerk in Valbert besuchten die Wachabteilung 3 der Feuer- und Rettungswache Plettenberg.


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Plettenberg. Es war ein besonderes Erlebnis für Beschäftigte und Mitarbeiter aus dem Blindenwerk Westfalen in Valbert, nicht zuletzt aber auch für die Mitarbeiter der Wachabteilung 3 der Plettenberger Feuer- und Rettungswache. Menschen mit Behinderung, zum größten Teil blind sowie körperlich beeinträchtigt, waren an zwei Tagen zu Besuch in der Wache am Wall.

Die Gäste wurden von Mitarbeitern der Wachabteilung 3 in der großen Fahrzeughalle, in welcher die Einsatzfahrzeuge stehen, empfangen. Dort ist ein besonderer Geruch präsent, denn es riecht hier nach Fahrzeugen und Gerätschaften, halt nach Feuerwehr.

Feuerwehr zum Anfassen

Nach einer kurzen Vorstellung über die Strukturen der Plettenberger Gesamtfeuerwehr sowie den einzelnen Standorten der haupt- und ehrenamtlichen Einheiten, gab es dann Feuerwehr zum Anfassen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wachabteilung hatten einiges dafür vorbereitet. Zunächst wurden die für einen Brandeinsatz benötigten Ausrüstungsgegenstände vorgestellt. Per detaillierter Erklärung und durch Ertasten von Helm, Jacke, Hose, Stiefel und Handschuhen, bekamen die Beschäftigten des Blindenwerks Valbert einen Eindruck davon, wie die Brandschützer ausgerüstet sein müssen.



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Habt ihr auch eine Atemmaske?

Die Beschäftigten des Blindenwerks konnten sich durch fühlen, ertasten, fragen und ausprobieren einen Eindruck von den Feuerwehrgerätschaften machen.

„Habt ihr auch so eine Atemmaske?“, kam die Frage auf. Daraufhin wurden auch die Atemschutzmaske sowie das zugehörige Atemschutzgerät erklärt und warum das Gerät bei der Einatmung immer so „komisch zischt“. Auch ein Chemikalienschutzanzug, Rettungsschere oder Rettungsspreizer und andere für verschiedenste Einsatzszenarien benötigte Sondergerätschaften und Ausrüstungen wurden erklärt.

Insgesamt beeindruckt zeigten sich die in ihrer Sehfähigkeit stark eingeschränkten Besucher vom zum Teil hohen Gewicht der Gerätschaften. Ganz besonderen Spaß machte allen die praktische Vorführung eines Löschrohres. Sie stellten fest, wie schwierig es ist, dieses unter entsprechendem Wasserdruck festzuhalten.

Es hat Spaß gemacht

Zwischendurch gab es immer mal wieder reale Alarmierungen. Nachdem ein Alarmgong ertönt war und per Lautsprecherdurchsage der Leitstellendisponent aus Lüdenscheid Hinweise zu den Notfällen gegeben hatte, lauschten alle gespannt den Martinshörnern der ausrückenden Rettungsdienstfahrzeuge und des Löschzugs, der sich zur Auslösung einer automatischen Feuermeldung auf den Weg machen musste.

Am Ende hatte es allen viel Spaß gemacht, die Feuerwehr in dieser Form erleben zu dürfen. Der Applaus und die Freude ihrer Besucher waren am Ende der besondere Lohn und die Auszeichnung für die Einsatzkräfte. „Auch uns hat es riesigen Spaß gemacht“, versicherten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wachabteilung 3 und zeigten sich sehr beeindruckt vom großen Interesse der Gäste an ihrer Arbeit.

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