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Symbolfoto: irisporto2008/ Pixabay

Lüdenscheid. Der Geschichts- und Heimatverein (GuH) Lüdenscheid spricht sich gegen den Vorschlag aus, im Kulturhausgarten eine Skatebahn zu errichten. Grundsätzlich habe der Verein nichts gegen ein solches zusätzliches Freizeitangebot einzuwenden, betont Vorsitzende Dr. Arnhild Scholten. Der Vorstand habe sich intensiv mit diesem Vorschlag befasst und sei zu dem Schluss gekommen, dass der Standort völlig ungeeignet sein.

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Vor der Sitzung des Kulturausschusses am 4. Juli, der sich mit dem Thema befassen wird, warnt der GuH-Vorstand, man solle bei der Belebung des Kulturhausgartens nicht über das Ziel hinausschießen. Aus Sicht des Geschichts- und Heimatvereins gebe es einige Gründe, die gegen den Bau einer Skatebahn sprächen. Hier die Argumente des GuH-Vorstandes:

  •  Eine Skatebahn bedeutet ganztägig einen erheblichen Geräuschpegel, im Sommer bis die späten Abendstunden. Wenn gleichzeitg das Kulturhaus-Cafe/Restaurant nebenan wieder belebt werden soll, ist dort ein angenehmer  Aufenthalt nicht möglich, insbesondere, wenn auch der Außenbereich wieder genutzt werden soll. Die heftigen Geräusche werden mit Sicherheit auch im roten und violetten Saal sowie im Foyer zu hören sein, die nur noch eingeschränkt  nutzbar sein dürften – Vermietung fragwürdig. Eventuell kann man den Lärm bis in den Theatersaal hören.
  • Im Umfeld von Skatebahnen, das zeigen andere größere Städte, gibt es – vorsichtig ausgedrückt –  viel herumliegenden Abfall und Graffiti-Sprühereien. Das ist dem Kulturhaus und seinem Umfeld nicht zu wünschen und würde zu einer  erheblichen Beeinträchtigung dieses  bisherigen Aushängeschlides der Stadt führen.
  • Es gibt keine Toilettenanlage. Will man dort im Park Dixi-Klos aufstellen? Oder die Toiletten in der Garderobenhalle des Kulturhauses ganztägig öffnen, bewachen und sauber halten (Personal, Kosten)? Da muss man kein Hellseher sein, um Interessenkonflikte vorauszusehen. Oder eine neue Toilettenanlage im Park bauen?
  • Die Grünfläche mit den Kunstwerken, die dort endlich einen hervorragenden Standort gefunden haben, bildet eine Kulturachse zwischen den Museen/der Galerie und dem Kulturhaus. Besucher, die am Sauerfeld aussteigen, sehen dort bisher eine schön gestaltete großzügige Fläche, und für die Einheimischen ist es eine der wenigen nicht verbauten Grünanlagen im Innenstadtbereich. Warum sollte man das ohne Not aufgeben?

In der GuH-Stellungnahme heißt es abschließend: “Im Übrigen erschließt sich uns nicht, wieso man die Skatebahn an der Jahnhalle, die vor zwei Jahren für mehr als 150.000 Euro hergerichtet wurde, heute nicht mehr nutzen kann. Da wurde dann wohl viel Geld in den Sand gesetzt. Die Bau- und Brandschutzvorschriften  waren schon damals bekannt, auch, dass dort eine Toilettenanlage fehlte. Es wäre vielleicht sinnvoller, dort vernünftig umzubauen als den Kulturhausgarten  zu verschandeln.



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