TEILEN
Mobile Sirene der Feuerwehr Plettenberg

Plettenberg. Am heutigen Donnerstag (6. September) findet um 10 Uhr zum ersten Mal in Nordrhein-Westfalen ein landesweiter Warntag statt. Dabei sollen NRW-weit sämtliche Warnmittel erprobt werden. Hierzu zählen neben der Information beispielsweise über Radio, Fernsehen oder die Warn-App des Bundes (NINA), auch Sirenen oder Lautsprecherdurchsagen.

Ziel ist es dabei, die Bevölkerung für das Themenfeld „Warnung“ zu sensibilisieren, um im Ernstfall richtig reagieren und sich selbst helfen zu können. Unterschiedliche Ereignisse der letzten Jahre wie etwa Unwetter, Großbrände etc. haben gezeigt, dass sich Menschen oftmals nicht ausreichend gewarnt und informiert gefühlt haben. Zudem war für viele gar nicht klar, was die unterschiedlichen Warnsignale bedeuten und wie sie sich verhalten sollen.

Wie auch in Plettenberg, wurde vielerorts nach der Abschaffung der Sirenen in den 1990er Jahren und der flächendeckenden Alarmierung der Feuerwehren und weiteren Hilfsorganisationen über sogenannte Funkmeldeempfänger, welche die Einsatzkräfte jederzeit bei sich tragen, auf diese Art der Alarmierung verzichtet.

Anzeige

Anders als teilweise in den umliegenden Nachbarstädten, in denen mittlerweile neben den Alarmmeldern auch wieder die stationären Sirenen zur Alarmierung der Feuerwehr, aber auch zur Warnung der Bevölkerung installiert und in Betrieb genommen wurden, sind in Plettenberg jüngst sogenannte „mobile Warnsirenen“ angeschafft worden. Diese Sirenen lassen sich bei Bedarf kurzerhand auf Fahrzeugen montieren und sind dadurch flexibel einsetzbar. Neben den herkömmlichen Sirenenwarntönen können hierüber auch Lautsprecherdurchsagen gemacht werden, um gezielt die Bevölkerung dazu aufzufordern, beispielsweise bei Großbränden Fenster und Türen geschlossen zu halten oder aber auch ganze Ortsteile zu evakuieren. Ein weiterer Vorteil dieser Sirenen ist der stromunabhängige Betrieb, um auch bei flächendeckenden Stromausfällen weiterhin warnen zu können.

Drei Trupps der Plettenberger Feuerwehr werden am Donnerstag in der Zeit von 10 Uhr bis 11 Uhr mit diesen mobilen Sirenen an neuralgische Punkte in die Bereiche Stadtmitte, dem Elsetal und Lennetal fahren, um dort in Verbindung mit dem landesweiten Warntag die Gelegenheit zu nutzen, die Sirenen und deren akustische Reichweite zu testen. In diesem einstündigen Zeitraum werden der zur „Entwarnung“ genutzte einminütige Sirenendauerton und auch Lautsprecherdurchsagen in der Vier-Täler-Stadt zu hören sein.

Es wird nach langjähriger Ruhezeit durch Sirenenwarntöne, wie etwa zu Zeiten des kalten Krieges oder der Alarmierung der Feuerwehr, eine Premiere für die Plettenberger und deren Feuerwehr sein. Übrigens sollen zukünftig jährlich solche Warntage stattfinden.

Die Ergebnisse und der Erfolg des mobilen Alarmierungssystemes werden im Nachgang durch einen speziell bei der Feuerwehr eingerichteten Arbeitskreis ausgewertet.

Quelle: Pressemitteilung der Feuerwehr Plettenberg

1 KOMMENTAR

  1. Muss die Feuerwehr mobile Sirenen haben? Ich behaupte es ist überflüssige Technik angeschafft worden.
    In den Zeiten des kalten Krieges gab es in Plettenberg 11 Sirenenstandorte die auch von der Feuerwehr genutzt wurden.Trotz 11 Standorte, konnten nicht immer alle Plettenberger mit den Sirenen gewarnt werden. Es kam hinzu, das durch immer bessere Baustoffe, die Gebäude immer schalldichter wurden, sodass viele Bürger durch Sirenen nicht mehr erreicht werden konnten. Bei der Feuerwehr wurden die Sirenen auch nicht mehr benötigt. Die neue Technik der Funkmeldeempfänger ermöglichte es jeden Feuerwehrmann immer und überall gezielt zu allamieren, damit war es nicht mehr notwendig die Sirenen zu betreiben. Über die in jedem Feuerwehrfahrzeug befindlichen Funkgeräten wurde bei Großereignissen die Bevölkerung gewarnt und das ist bis heute der Fall.

HINTERLASSEN SIE EINE ANTWORT

Please enter your comment!
Please enter your name here