Agentur-Chefin Sandra Pawlas und Jobcenter-Geschäftsführer Volker Riecke berichten über den Arbeitsmarkt im MK. Fotos: Arbeitsagentur

Märkischer Kreis. Die positive Entwicklung am heimischen Arbeitsmarkt setzt sich auch im April fort: Die Arbeitslosigkeit sinkt im April im Märkischen Kreis weiter. Insgesamt waren 16.354 Männer und Frauen im Kreis arbeitslos, rund 300 Personen weniger als im Monat zuvor (-1,8%).

Arbeitslosigkeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Märkischen Kreis im April 2021 gesunken. Insgesamt waren 16.354 Personen arbeitslos gemeldet. Verglichen mit den Zahlen des Vormonates sind dies 294 Personen oder 1,8 Prozent weniger. Im Vergleich zum April des Vorjahres sinkt die Zahl der Arbeitslosen um -547 Personen bzw. -3,2 Prozent. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen beträgt im April 7,2 Prozent. Vor einem Jahr belief sie sich auf 7,4 Prozent (-0,2 Prozentpunkte).

Langzeitarbeitslosigkeit

Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist im Märkischen Kreis im Berichtsmonat gestiegen. 7.309 Personen waren länger als ein Jahr nicht sozialversicherungspflichtig beschäftigt, darunter zählen 87,5 Prozent (6.398 Personen) zur Grundsicherung. Verglichen mit den Gesamtzahlen des Vormonates sind dies 101 Langzeitarbeitslose mehr. Im Vergleich zum Vorjahr steigt die Zahl dieser Arbeitslosen damit um 1.475 Personen.

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung – SGB III

Im Bereich der Arbeitslosenversicherung waren in diesem Monat 5.758 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl hat sich im Vergleich zum Vormonat um 361 Personen bzw. 5,9 Prozent verringert. Im Vorjahresvergleich bedeutet dies einen Rückgang um 813 Personen oder 12,4 Prozent.

Entwicklung in der Grundsicherung – SGB II

Das Jobcenter Märkischer Kreis betreut aktuell in 16.187 Bedarfsgemeinschaften 22.045 erwerbsfähige Leistungsberechtigte im Alter zwischen 15 und 65 Jahren. Die darin enthaltene Zahl der Arbeitslosen ist im April um 67 auf 10.596 Personen angestiegen. „Im Vergleich zu April letzten Jahres – dem ersten Monat nach Beginn der Pandemie – hat sich die Anzahl der Bedarfsgemeinschaften und der erwerbsfähigen Leistungsberechtigten leicht rückläufig entwickelt“, berichtet Volker Riecke, Geschäftsführer des Jobcenters Märkischer Kreis und führt weiter aus: „Neben den gegenüber dem Vorjahreszeitraum einerseits erfreulich zugenommenen Abgängen in Erwerbstätigkeit verzeichnen wir jedoch andererseits seit Jahresbeginn einen deutlichen Zugang von Arbeitslosen, deren Leistungsanspruch aus der Arbeitslosenversicherung ausgelaufen ist und die nunmehr auf Leistungen des Jobcenters angewiesen sind“.

Stellenangebot

Unternehmen aus der Region haben in diesem Monat 1.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet (-128 zum Vormonat). Im Bestand befanden sich insgesamt 3.902 offene Stellen, 10 weniger als im Vormonat und 523 weniger als im Vorjahresmonat.

Kurzarbeit

Mit aktuellstem Datenstand für März 2021 sind im Märkischen Kreis insgesamt 113 Anzeigen auf Kurzarbeit (alle Anspruchsgrundlagen) für rund 1.163 Personen eingegangen, das sind 153 Anzeigen weniger als im Monat zuvor.

Nun stehen den Agenturen für Arbeit Daten über die tatsächlich erfolgte Kurzarbeit im Oktober 2020 zur Verfügung. In dem Monat lag der Arbeitsausfall für Personen in Kurzarbeit bei durchschnittlich 27,4 Prozent. Im Oktober 2020 haben im Märkischen Kreis insgesamt 1.442 Betriebe für 17.980 Personen Kurzarbeitergeld abgerechnet. Das waren 2.670 Kurzarbeiter/innen weniger als im September 2020 zuvor.

Einschätzung für die kommenden Monate

„Auch im April entwickelt sich der heimische Arbeitsmarkt weiter positiv. Heimische Betriebe haben uns auch in diesem Monat 1.000 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet. Das zeigt: Es werden Fachkräfte gesucht, trotz anhaltendem Lockdown“, sagt Sandra Pawlas „Rund 16.300 arbeitslose Personen im Märkischen Kreis sind noch immer viel, aber es sind eben auch rund 300 Personen weniger als noch im Vormonat. Es sind kleine Schritte, aber es zeigt sich, dass auch während der Pandemie Arbeitslosigkeit abgebaut werden kann. Der Arbeitsmarkt steht auch jetzt nicht still und ist aufnahmefähig – das ist ein positives Signal“, erklärt Pawlas weiter und prognostiziert: „Wir beobachten weiter sehr genau, wie der Arbeitsmarkt auf das aktuelle Pandemie-Geschehen reagiert und es sich auf die einzelnen Branchen auswirkt. Dennoch gehe ich davon aus, dass sich die Arbeitslosigkeit in den kommenden Monaten insgesamt weiter moderat reduzieren wird. Da überwiegend Fachkräfte nachgefragt sind, wird die Weiterbildung arbeitsloser Personen auch weiterhin der Schlüssel zur Fachkräftesicherung sein.“

Quelle: Agentur für Arbeit Iserlohn

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