Das Projekt Shopp dein Job soll die Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse interaktiver und spannender machen. Foto: Online Experience

Märkischer Kreis. Welche Interessen und Stärken habe ich? Welcher Job passt zu mir? Was kommt in die nähere Auswahl? Das Projekt „Shopp dein´ Job“ soll die Berufsorientierung für Schülerinnen und Schüler ab der neunten Klasse interaktiver und spannender machen.

Die Generalprobe hat schon mal geklappt: 210 Schülerinnen und Schüler der Freien christl. Realschule und Hauptschule sowie der Richard-Schirrmann Realschule in Lüdenscheid haben das neue Konzept der Berufsorientierung im Märkischen bereits erfolgreich durchgespielt. „Shopp dein‘ Job“ ist ein interaktiver Erlebnis-Parcours. Statt Lebensmittel oder Klamotten legen die Jugendlichen ihre Interessen, passende Berufsbilder und Ausbildungswünsche in den Warenkorb. Das interaktive Einkaufserlebnis soll dabei einen positiven Zugang zur Berufsorientierung vermitteln.

Das neue Konzept wurde vom Land NRW, der Agentur für Arbeit, der Kommunalen Koordinierung des Märkischen Kreises und der Hagener Agentur Online Experience ins Leben gerufen und soll nun kreisweit eingesetzt werden. „Mit Shopp dein‘ Job gehen wir einen neuen Weg und setzen moderne Impulse, wie sich Jugendliche mit ihrer beruflichen Zukunft auseinandersetzen können,“ ist sich Michael Herget von der Kommunale Koordinierungsstelle Märkischer Kreis sicher. Die nächsten Termine im Kreis sind am 24./25. August in der Hans-Prinzhorn-Realschule und am 30. September in der Hauptschule in Iserlohn-Letmathe.

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Der Parcours umfasst mehrere Stationen: In einem Bällebad wählen die Jugendlichen jeweils fünf Interessen aus und packen sie in ihre Einkaufstasche. „Es war schön, zu sehen, wie im Bällebad auf der einen Seite spielerisch und mit viel Spaß, aber auf der anderen Seite auch sehr ernsthaft über mögliche Kompetenzen diskutiert wurde,“ erzählt Maren Röther, Teamleiterin der Berufsberatung der Agentur für Arbeit von der Generalprobe in Lüdenscheid. An der Waage wird danach die Relevanz der Stärken und Interessen genauer analysiert. Mit diesem Wissen geht es zu den Berufsfeldern. In der Fotostation können verschiedene Berufe „anprobiert“ und auf Fotos dargestellt werden. Doch nicht nur hier bieten sich Möglichkeiten für die Jugendlichen Fotos und Videos zu machen. Der gesamte Parcours lädt durch seine bunte Gestaltung dazu ein mit Freunden Bilder zu machen.

„Beim ‚Shoppen‘ der Berufe wurde rege miteinander diskutiert, welche Berufe denn tatsächlich in Frage kommen. Viele Schülerinnen und Schüler sind nach dem Durchlauf aller Stationen nochmals zu dieser Station zurück gekommen um weitere Berufe zu ‚shoppen‘“, berichtet Maren Röther von den ersten Erfahrungen. Bei der Theke treffen die Jugendlichen dann auf ihre Berufsberaterin oder ihren Berufsberater. In lockerer Atmosphäre finden erste Gespräche zum Kennenlernen statt. Auch erste Empfehlungen zu möglichen Ausbildungsberufen in der Region können vermittelt werden. Oft werden auch weitere Termine für intensivere Beratungsgespräche ausgemacht. Schließlich erhalten die Jugendlichen über „Shopp dein´ Job Online“ weitere Informations- und Kontaktmöglichkeiten an die Hand. “ Das Projekt ergänzt die berufliche Orientierung an Schule und fasst die bisher durchlaufenen Angebote in einem modernen Setting zusammen,“ fasst Michael Herget zusammen. Ergänzend zu dem Shopp dein´ Job Parcours an den Schulen finden in regelmäßigen Abständen digitale Veranstaltungen statt, die intensiver auf einzelne Stationen des Berufsorientierungsprozesses eingehen.

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